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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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127der Frage:Muß ich das aber darum thun, weil Ihr mir ihnanpredigt und mich seiner versichertEr will sagen, dasmüßt ihr nicht meinen!Ferner:Ich würde nicht dafür halten, daß Christus gewe-sen oder noch da sei, wenn Du mir dieses zu glauben vorstell-test. Warum?Ihr, die Ihr so Wenige, so verwirrte Köpfe,solche Neulinge seid, habt, wie keiner zweifelt, durchaus keine Au-torität. Sollte ich also Euch, die Ihr in Anbetracht der katho-lischen Kirche in der ganzen Christenheit so gering an Zahl, dieIhr unter den wahren Christen Aufrührer und ungestüme Wüh-ler seid, Glauben schenken? Ja, Euch, die Ihr erst jüngst an denTag gekommen seid? Darum ist auch all' Euer Reden, undAlles, was Ihr vorbringt, ohne das geringste Ansehen.Ein herrliches und kräftiges Vorbild für alle aufrichtigen undechten Kinder der römisch=katholischen Kirche! Wollte Gott, siefolgten hierin dem heil. Augustin treu nach!Gereicht es nicht zum Lobe und zur größten Ehre Gottesund der ganzen Christenheit, daß man, wie ich zu Antwerpenerfahren habe, hört, wie noch heutiges Tages sowohl die katho-lischen Manns= als Frauens=Personen in der berühmten StadtHerzogenbusch, wie auch in der Umgegend durchaus nichts hörenwollen von den schönen, verzierten und schmeichelnden Geschwä-tzen der Prädicanten, die ihnen zurufen und mit diesen Wortenauftreten:Kommt, hört uns; denn wir haben und predigennichts anderes, als den alten apostolischen, katholischen und christ-lichen Glauben, und zwar aus dem Evangelium, aus der ewigenlebendigen Quelle.Mit Recht sagen jene:Wir kennen Euch und Euer Evan-gelium nicht! Wir alle miteinander erheben uns und sprechen mitdem alten Lehrer Tertullian, wie dieser vor tausend und vier-hundert Jahren uns gelehrt hat:Wer seid Ihr? Wann undwoher seid Ihr gekommen? Was habt Ihr in unserm Werke zuthun, Ihr, die Ihr uns ganz fremd seid? Mit welchem Rechtelegt Ihr Eure Axt, Euer Beil an unsern Wald, um ihn nieder-zuhauen? Wer hat Euch erlaubt, oder die Freiheit gegeben,unsern Brunnen zu zerstören und unsern Wasserquell zu ver-stopfen? Aus welcher Macht versetzet Ihr unsere Grenzpfähle?Wir sind im Besitze, nicht Ihr! Was ist das für ein Thun, daßIhr jetzt hier ſäen und weiden wollet? Der Beſitz gehört uns:wir sind im Rechte desselben als die Ersten: wir haben die siche-ren und gültigen Originalbriefe von denjenigen, die die eigent-lichen und gesetzmäßigen Erben davon gewesen sind. Lib. depraescript. cap. 27.1 Sed num vobis eum commendantibus? Lib. de utilit. cred. cap. 14. 2 Christum fuisse, aut esse non putarem, si abs te mihi hoc commenda-retur credendum. Vos autem tam pauci et tam turbulenti, et tam novi,nemini dubium est, quam nihil dignum autoritate proferatis.