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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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88Väter diese nicht anders kennen, als daß sie auf dem Ambos des Teufelsſeſchmiedet ſind.Wer darf dann nun dem Herrn Crusius trauen, und auf sein Schwertsich verlassenAber, Dr. Crusi, muß ich nun nicht wider dich, als einen Spötterdes Heerlagers des Herrn, dem du mit deinem verblümten aber giftigenSchwert drohest, in den Kampf treten, und mir mit David Steine imBache Cedron sammeln, durch den der Herr selbst gegangen ist, und dichdamit in's Angesicht werfen, auf daß du moralisch getroffen taumelndniederstürzest! Ich will es thun im Namen des Herrn, dessen Spötterund Feind du geworden bist, und zwar an Seiner gebenedeieten Mutter.Der erste Stein, den ich aus jenem Bache nehme und dir zuwerfe,ist der Schrifttext:Siehe, von nun an werden mich alle Geschlechter seligpreisen. Warum, du schöner, herrlicher Bach Cedron?Denngroße Dinge hat an mir gethan, der da mächtig ist. Was sind dasfür große Dinge, o heilige Jungfrau?Er hat angesehen die Niedrigkeit seiner Magd.Wie hat sich aber dasAnsehen zugetragen?Die Kraft desAllerhöchsten ist über mich gekommen, sie hat mich überschattet, so daß ichin meinem Schooße empfing und den Sohn des Allerhöchsten gebar! Luc. 2.Denn aus mir ist geboren Jesus, der genannt wird Christus. Matth. 1.Laßt uns nun erörtern, was dieses heißen will! Hat sie Jesusgeboren, so ist sie folglich wahrhaft seine Mutter. Darum sagt auch Elisa-beth:Woher kommt mir dieses, daß die Mutter meines Herrn zu mirkommt? Luc. 1. Wollen wir nun von ihrer Würdigkeit, Erhabenheit,Größe und Heiligkeit etwas wissen, so müssen wir diesen ihren hohen Titelund Ehrennamen in's Auge fassen. Dern, wie der englische Lehrer, derhl. Thomas von Aquin, sagt, der NameMutter Gottes begreift einegewisse unendliche Würdigkeit in sich, gleich wie die Menschheit Jesu Christiebenfalls. Hat Christus nicht von seiner Mutter sein Wesen, seine Substanzdem Fleische nach empfangen, welches durch die Kraft des heiligen Geistesgeschaffen und bereitet ist von ihrem Fleisch und Blut? Ist dieser heiligsteLeib nicht genährt und gewachsen durch die Muttermilch ihrer heiligenjungfräulichen Brust? Wenn das ist, so liegt außer Zweifel, daß das FleischChristi auch das Fleisch Mariä sein muß.Das glaubst du doch, Dr. Crusi! Ich meine, ja! oder du müßtestein gotteslästerlicher Wiedertäufer sein, der dieses läugnet. Doch dafür gibstdu dich nicht aus.Wohlan denn! so verlange ich, du mögest mir mit allen gläubigenHerzen vergönnen, daß ich mich aus dem Gesagten überführe und festglaube, daß Gott der Allmächtige nicht allein mit seiner Wesenheit, mitseiner Gegenwart, mit seiner Macht, gleich wie in den anderen Creaturennoch allein durch seine Gnade, wie er in den Seelen der Gerechten wohntsondern auch auf eine außerordentliche, göttliche Weise, das ist, durch eineganz besondere Fügung, Einigung, daß der unsterbliche Gott in ihr istMensch geworden, und daß seine Menschheit nichts anderes ist als dasFleisch und Blut, was er von seiner heiligen gebenedeiten Mutter ange-nommen, und darin geworden ist die Versöhnung und Genugthuung fürdie Sünden der ganzen Welt in dieser heiligen Jungfrau gegenwärtigund mit ihr vereinigt ist. Ist dieses dann nicht von hoher Bedeut-