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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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46Fünfzehntes Kapitel.Nothwendig muß von einem Irrthum in den andern fallen, wer sich nicht an dieLehre der heil. Väter hält.Was ich jetzt sagen will, das legt mir das große Licht derKirche Gottes, der heil. Augustin, in den Mund, welcher überdie Worte des Ps. 44, 18:Statt eurer Väter sind euch Kindergeboren, sich also vernehmen läßt:Die Apostel haben dich (oauserkorene Braut und Mutter aller Gläubigen!) geboren; siesind gesendet, sie haben gepredigt, und sind deine Väter. Habensie aber leiblich stets bei uns bleiben können? Und wenn aucheiner von ihnen gesagt hat:Ich begehre, aufgelöset zu werdenund bei Christo zu sein, was für mich das Beste ist, ist doch imFleische bleiben für euch nothwendig, so hat er dieses wohl ge-sagt, indessen wie lange hat er bei ihnen bleiben können? Bisjetzt? Oder gar noch länger? Ist nun die Kirche durch dasAbscheiden der Apostel verlassen? Das sei fern! Für eure Vätersind euch Kinder geboren. Das heißt: Die Apostel sind gesendetals Väter; statt der Apostel sind euch Kinder geboren, dieBischöfe, die in ihre Stelle gesetzt sind. Denn die Bischöfe,welche jetzt in der ganzen Welt leben, woher sind sie gekommen?Wer hat sie geboren? Die Kirche selbst nennt sie Väter; sie hatdieselben geboren und sie auf den Stuhl ihrer Väter gesetzt.Wolle also nicht glauben (o Kirche Gottes), daß du verlassenbist, weil du Petrus und Paulus nicht mehr siehst, jene nichtsiehst, die dich geboren haben; von deinen Kindern ist dir dieVaterschaft geworden; anstatt deiner Väter sind dir Kinder ge-boren. Mit diesem schönen, herrlichen und überaus klaren Aus-spruche trete ich nun auf und rede im Glauben und in der Wahrheit ohne Furcht vor allen Prädicanten (und es soll gesprochenund gesagt sein und bleiben von allem dem, was ich noch sagenund schreiben werde gegen die groben und offenbaren Lügen, diesie mir nachschicken, als glaubte ich mehr den Träumen der Menschenals dem Worte Gottes), daß nämlich mein Denken und Thunnicht anders ist, und durch Gottes Gnade in Ewigkeit nicht anderssein soll, als den graden Weg zu wandeln, in welchen uns derheil. Augustin mit allen heil. Vätern eingewiesen hat und auchselbst gewandelt, was daraus hervorgeht, daß er dasselbe widerden Ketzer Julianus Pelagius gethan, was wir jetzt wider diePrädicanten thun. Wie gehe ich nun diesen Weg? Wenn ichdie Zeugnisse der heil. Väter zur Bestätigung der wahren undunverfälschten Lehre Christi und des wahren Sinnes des heiligenEvangeliums anführe, und alsdann zu allen Feinden der katholischenWahrheit mit den Worten des heil. Vaters Augustin sprechenkann:Wir haben dieses bewiesen und bewahrheitet durch dieAutorität der heiligen katholischen Väter (aber nicht durch dieAutorität der lügenhaften und verführenden Geister, oder der