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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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15welches die Kirche Gottes an ihrer Stirn trägt, ich meine denNamen apostolisch? Dieses Kennzeichen springt klar in dieAugen, daß alle Ketzer dadurch verblendet und beschämt da stehen.So wird auch der Stuhl Petri, wie der Stuhl der römischenKirche, apostolischer Stuhl genannt. Dieses finden wir beim heil.Augustin, welcher dem Ketzer Petilianus also schreibt:Was hatdir der Stuhl der römischen Kirche gethan, auf welchem Petrussaß und jetzt Anastasius? Warum nennst du ihn den Stuhl derPestilenz? Wenn du es bedächtest, so würdest du um der Menschenwillen, welche du lästerst, nicht den apostolischen Stuhl lästern.Was heißt das anders, als, weil man nichts zu sagen weiß, nurmit Lästern sich abgeben? Um uns jegliche Unwissenheit undZweifel zu benehmen, so muß uns hier der heil. Märtyrer Irenäus, dergleich nach dem Zeitalter der Apostel lebte, ſein Licht leuchtenlassen, damit wir nicht in Irrthum fallen. Wenn wir die Tra-dition vorweisen, oder die Ueberlieferung der Apostel und den Glaubender den Menschen verkündigt ist, welchen die mächtigste, die allerältesteund Allen bekannte Kirche hat, welche von den zwei glorreichenAposteln Petrus und Paulus zu Rom gegründet ist, durch dieReihenfolge der Bischöfe, so beschämen wir alle Andersgesinntenwelche durch Selbstgefallen, eitle Ehre, Blindheit oder böse Absichtsich verwirrt zusammenrotteten. Denn zu dieser Kirche wegenihrer großen Macht und Würdigkeit müssen alle Kirchen ihre Zu-flucht nehmen, d. h. alle Gläubigen der Welt, denn in ihr wirdallzeit die Tradition, die von den Aposteln gekommen ist, bewahrtvon den Gläubigen, die überall zerstreut leben.Ist das nicht genug gesagt, um uns aus dem Traume zuhelfen, damit wir wissen, wohin wir uns zu wenden haben invorfallenden Fällen der Ungewißheit unseres Glaubens, damit wirin keine Ketzerei fallen?Hierzu ermahnt uns so herzlich der heil. Augustin:Dawir nun die Hülfe Gottes sehen, welche an dieser Kirche so großist, und dabei sehen, daß sie so zunimmt und so herrliche Früchtebringt, sollen wir dann zweifeln, um uns in den Schooß derselbenzu begeben, welche die höchste Autorität hat, wie die ganze Weltweiß und bekennen muß, und zwar durch den apostolischen Stuhlvermittelst der Succession der Bischöfe, wogegen die Ketzer ver-gebens anbellen, welche (bemerkt das wohl, ihr reformirte Prä-dikanten) sowohl durch's Urtheil des gemeinen Volkes als durchdie Würdigkeit und Macht der Concilien, wie auch durch die Majestätund Herrlichkeit der Wunder verdammt sind? Dieser Kirchenicht die höchste Macht zuschreiben und Würdigkeit, ist entwederdie größte Gottlosigkeit oder eine Vermessenheit, die den Menschenniederstürzt in den Abgrund der HölleAuf diesen Heilsstern haben alle heiligen Lehrer und gläubigenHerzen ihr Auge gerichtet auf dem ungestümen Meere dieser Weltum sicher zu landen in den Port ihres himmlischen Vaterlandes.