heil. Vater Augustinus, welchen Calvin selbst bekennt und bekennenmuß als den getreuesten Zeugen des Alterthums über Alles, wasdie heil. Väter durch ihn geglaubt, gelehrt, aus und nach derheiligen Schrift verstanden und ausgelegt haben. Seine Wortelauten also: „Was den Apostel Petrus betrifft, der wegen derhöchsten Würdigkeit seines Apostolates die Kirche Gottes leitetund vorstellt, so war er von Natur ein Mensch, durch die Gnadeein Christ, durch eine höhere Gnade ein Apostel und zwar dererste Apostel. Da ihm aber gesagt wurde: Dir will ich dieSchlüssel des Himmelreiches geben, was du binden wirst u. s. w.,das bedeutet die ganze Kirche, welche in dieser Welt durch ver-schiedene Stürme, Fluthen und Ungewitter erschüttert und bewegtwird, aber nicht zusammenstürzt, weil sie gegründet ist auf denFelsen, woher er auch den Namen Petrus erhalten.“ Der Gold-mund Joh. Chrysostomus gibt uns folgendes Zeugniß: „DieDinge, welche Gott allein verleihen kann, nämlich die Vergebungder Sünden, und daß die Kirche, auf welche so viele und großeStröme und Wasserfluthen mit aller Gewalt heranstürzen, unbe-weglich stehen bleibt, — die Kirche, deren Hirt und Haupt einFischer ist, — ein Mensch, der von der Welt ungeachtet und einGegenstand des Spottes ist, welcher aber durch seine Festigkeit dieNatur eines Diamantsteins übertrifft. Alles dieses, was Gotteigentlich allein zukommt, verspricht er zu geben diesem PetrusAn einem andern Orte schreibt er: „Warum hat doch Christussein Blut vergossen? Fürwahr, um die Schafe zu gewinnen, derenFürsorge er dem Petrus und seinen Nachfolgern anvertrauenwollte. Mit Recht und sehr billig hat daher Christus gesagt:Wer ist der treue, weise und vorsichtige Knecht, den der Herr2ⁿ⁵über ſeine Familie geſeFünfteo Kapitel.Unser Emmanuel hat auf eine besondere Weise seine göttliche Macht gezeigt u. s. w.Daß unser Seligmacher seine Kirche auf einen festen und un-beweglichen Felsen gebaut hat, daran zweifelt niemand. Aberjetzt fragt sich, von welchen Steinen die Kirche gebauet wird, undwie sie vom höchsten Baumeister eingerichtet ist, damit ein schönesVerhältniß bestehe. Hierüber verbreitet Gottes Wort klares Licht.Der Apostel Petrus sagt: „Siehe, ich lege in Sion einen Ecksteineinen auserwählten, kostbaren, und wer an ihn glaubt, wird nichtzu Schanden werden. I. Petr. 2, 6. Und der heil. Paulus:„Niemand kann einen anderen Grund legen, außer den, der ge-legt ist, welcher ist Christus Jesus.“ I. Kor. 3, 11. Jeder magwohl bedacht sein, wie er seine Werke vollbringe, auf daß seine1 Homil. 55 in Matth. 2 Lib. 2. de sacerdotio.
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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