XVII.Erster Ostermorgen.m 27. März, ganz in der Frühe, dientenHerr Hermens und ich in der Ecce homo-Kapelle dem Herrn Pastor Palm die heil.Messe, in welcher die „Töchter Sions“ (con-vertirte Jüdinnen) ihre österliche Communionhielten. Dann begab sich die Karawane zurhl. Grabeskirche, um dem Pontifical=Amteund der feierlichen Auferstehungs=Prozessionbeizuwohnen. Der Altar wurde wieder vor dem heil.Grabe errichtet, der Patriarch, auf seinem Throne sitzend,umgeben von seinem zahlreichen Clerus. Alle in denreichsten priesterlichen Gewändern ministrirten im Hoch-amte und waren die feierlichen Ceremonien hierbei sehrimposant und an dieser hl. Stätte tief ergreifend. Freu-dig bewegt wurden Alle bei den Worten im Evangelium:„Er ist auferstanden, Er ist nicht hier“. „Sehet denOrt, wo sie ihn hingelegt hatten.Das Grabmal schaut' ich leer, des Auferstandenen Ehre,Als Zeugen die Engel am Rande, das Schweißtuch, die Todten-Gewande.Mein Hort, der Herr ist erstanden, befreit von finstern Banden.Vor euch sollt selber ihr sehen Ihn in Galiläa hingehen.Allelujall!
Druckschrift
Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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