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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
67
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67Herzog von Modena, welcher mit seinem Gefolge mituns im Hospiz als Pilger wohnte. Wir wurden einzelnvorgestellt und der hohe Herr unterhielt sich sehr leut-selig mit uns. Nach Tisch besuchten wir den freundlichenHerrn von Lenk, den österreichischen General=Consul, undden hochw. Herrn Pater Milani, Custos des hl. LandesDer hochw. Herr gab uns Einiges von den berühmtestenund verehrungswürdigsten Sanctuarien als Andenkenmit. Dann machten wir dem preußischen General=Consul,Herrn von Rosen, unsere Aufwartung. Ich bat denHerrn, die für mich aus Deutschland ankommenden Briefedoch gütigst gleich zustellen lassen zu wollen. Nach die-sem Besuche begab sich die Karawane wieder zur heil.Grabeskirche, um der von dem Patriarchen ihr zu Ehrenveranstalteten feierlichen Procession, welche von demPatriarchen selbst geführt wurde, beizuwohnen.Jeder von uns bekam eine weiße Wachskerze, mitdem Siegel vom heil. Grabe und ein Gesangbuch, umes bei der Procession zu gebrauchen und als Andenkenzu behalten. Die Prozession zog von der Muttergottes-Kapelle aus, begab sich nach den verschiedenen Stationen,dem Calvarienberge, dem hl. Grabe und kehrte zurMuttergottes=Kapelle zurück. Beim Schluß der Prozessionkam ein deutscher Franziskaner, Pater Heribert, inzen-sirte jedes einzelne Mitglied der Karawane mit Weih-rauch, worauf die Lauretanische Litanei angestimmt unddie Feierlichkeit mit dem Te Deum beschlossen wurde.Die Gesänge, welche von den Vätern bei der Pro-zession bei den einzelnen heil. Stätten gehalten werden,sind folgende: