96wird der Uebertreter zum Rückzuge genöthigt. Sowiederholt sich dieses rege und heitere Leben des „Mum-menschanzes“ an den drei Fastnachtsabenden, jedoch istes hauptsächlich der Montagabend, welcher die weitenRäume bis in die äußersten Winkel füllt.Ein anderes Bild bietet der Saal zur Weihnachts-zeit. An den Tischen sitzen Künstler, welche auf weißenPorzellan=Platten und Tellern, nur durch die Einwir-kung des Lampenschwadens aus den Gasflammen, ver-mittelst einfacher Holzstäbchen, die schönsten Ruß=Bilderhervorbringen, wahre Kunstwerke, oft dem gelungenstenKupferstich vergleichbar. Die Bilder werden auf denPlatten fixirt, und dann bei einem Souper am Weih-nachtstage, verauctionirt, wobei oft fabelhafte Preiseherauskommen. An anderen Tischen wird eifrig gepapptund geklebt, es gilt, den großen Weihnachtsbaum zuschmücken, der in der Mitte des Saales seinen Platzfinden soll. Auch hier werden mit den einfachstenMitteln wahre Kunstprodukte hervorgebracht von Blumen,Insecten und humoristischen Figuren. Wenn dann dieBescheerung Statt findet, wenn eine fröhliche, frischeKinderschaar den Märchen eines bekannten humoristischenErzählers und Kinderfreundes lauscht, und die Mütterund erwachsenen Töchter nicht minder aufmerksam zu-hören, wenn dann die Geschenke vertheilt werden, soglaubt man sich in eine einzige große Familie versetzt.Auf dieses Weihnachtsfest im Malkasten freut sich Jungund Alt schon lange vorher.
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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