89räumiger, hochgestochener Saal im Style der Renaissancehat uns aufgenommen. Lange Eichen=Tische und ge-schnitzte Eichen=Stühle sind von zahlreichen Genossen be-setzt. Wir erhalten sofort den Eindruck, daß wir unsauf künstlerischem Boden befinden.Gruppenweise sehen wir die Anwesenden zusammen-sitzen oder stehen, indem Jeder sich die ihm am meistenzusagende Nachbarschaft sucht. Wir erblicken viele er-graute Häupter: es sind die Altmeister der Kunst, zumTheil noch aus der ersten Zeit der Wiederbelebung derKunst=Akademie hier heimisch geworden und geblieben.Ihre Häupter sind ergraut, aber der Geist hat sich frischund jung erhalten, den Jahren zum Trotz. Dort sehenwir jüngere Meister, deren Namen in Europa und überEuropa hinaus bekannt sind und einen guten Klanghaben. Heiter bewegen sie sich in der bunten Menge,neben dem jüngeren Künstler, dessen Ruf sich erst be-gründen soll, und dem Schüler, der noch von einstigemRuhme träumt.Von jenem Tische dort vernehmen wir eine lebhafteUnterhaltung in eigenthümlicher, weicher Sprache, derenWorte uns fast wie Gesang entgegentönen: es sind Nord-landssöhne, Norweger und Schweden, welche theils hierfür die Kunst sich eine bleibende Stätte gegründet haben,theils nur vorübergehend zum Studium sich hier auf-halten. An jenem anderen Tische dort hören wir englischsprechen: es sind der Mehrzahl nach Amerikaner, welcheder Ruf der Düsseldorfer Schule über das Meer hierhin-
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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