87klärung überhoben sein. Betrachten wir dazu dasWappen, den zweiköpfigen Adler, in den Fängen stattReichsapfel und Scepter einerseits ein Bierseidel, ander-seits einen Hausschlüssel haltend, so wird unser Ideen-kreis über den Begriff „Malkasten“ noch eine wesentlicheErweiterung erhalten, wozu der Brustschild mit demvom deutschen Kaiser einst dem berühmten MeisterAlbrecht Dürer verliehenen Wappen ebenfalls noch einenkleinen Beitrag liefert. Wir könnten uns demnach denBegriff vollständig etwa so definiren:„Der Malkasten ist eine Vereinigung von Künstlern,welche nach gethaner Arbeit sich in geselligem Zusammensein erholen wollen von des Tages Last, und durchSpeise und Trank sich stärken wollen zu der Arbeit deskommenden Tages. Daß dieses Zusammensein an keinePolizeistunde gebunden sei, lehrt uns der Hausschlüssel“.Doch nicht ausschließlich Künstler sind es, welche sichallabendlich hier gesellig zusammen finden. Nein! alleStände sind vertreten neben der eigentlichen Künstler-schaft: Lehrstand, Wehrstand, Nährstand, und wie dieverschiedenen Abstufungen der Gesellschaft alle heißenmögen. Beamte der verschiedensten Kategorien undRangstufen, Officiere aller Grade, in und außer Dienst,Rentner, Kaufleute und Fabrikanten, Techniker und Ingenieure u. s. w.; Alle kommen sie hier zusammen underfrischen sich in den schönen Räumen des Winterlokalsund in den anmuthigen, von herrlichen alten Bäumenüberschatteten Partien des Gartens, während der Som-
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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