85Widerspruch nicht nur mündlich in den Versammlungen,sondern auch mit Stift und Feder in humoristischerWeise zur Geltung zu bringen suchte*). Ja sogar einEnkel Fritz Jacobi's, Professor in Leipzig, hatte es fürangemessen erachtet, in einer Immediateingabe an denKönig sich über die Vernichtung aller Erinnerungen anden alten Jacobi'schen Garten und dadurch veranlaßteEntweihung dieses der Wissenschaft geheiligten Bodenszu beschweren, wie die „Chronik des Malkastens“ in er-götzlicher Weise erzählt. Man ließ sich jedoch durch allediese Opposition nicht irre machen, fuhr ruhig fort allesGestrüpp zu beseitigen, morsch gewordene Bäume zufällen, und überhaupt Luft und Licht zu schaffen, wodurch langjährige Vernachlässigung feuchter Schatten unddumpfe Finsterniß gewesen war. Sehen wir uns heutein dem schönen Garten näher um, so finden wir wahrlichvon dieser angeblichen Devastirung auch nicht die mindesteSpur.Unterdessen war der Neubau des Hauses immermehr vorgeschritten, und die Aussicht, dasselbe baldbeziehen zu können, ging mehr und mehr ber Verwirk-lichung entgegen. In dieser frohen Hoffnung nahm derMalkasten am 13. April 1865 durch ein letztes FestAbschied von dem alten Lokal, dem „alten Häuschen, dasknufflig enge mit den schiefen Eckchen“, wobei der Schutz*) Ein humoristisches Journal: Der Holzwurm, giebt davonköstliches Zeugniß.
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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