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Die Fahnenburg und ihre Bildergallerie : unter Rückblick auf die Geschichte ihrer Umgebung
Entstehung
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erscheinen, Katzen und Hunde sich sogar beissen dürfen. Sowird auch das Erscheinen der Sünderin motivirt. Jedoch nichtfür alle ist sie da, nnr für Christus und seine Nachbarn. Christusund Simon, ihm gegenüber, besprechen ihr Erscheinen. Es istder Augenblick, wo jener sagt: ,,Ihr ist viel vorgeben, weil sieviel geliebt hat." Unbegreiflich, wie Gironi, der die gelungenenPhysionomien, die lebendigen Geberden und Bewegungen, dieSchärfe der Zeichnung, die Wirkung der Halbtöne, kurz diefertige, bewussto Künstlerhand in dem Bilde bewundert, dennocheine allgemeine Aufregung in die Tischgesellschaft hineinphanta-siren und zuletzt hinzufügen konnte: due difetti nondimenosi riscoutrano in questa dipintura; e primieramente la prospettivaha due differenti punti di vista; percioche nella parte anterioreil punto e preso al disopra della mensa, ed al contrario nellaposteriore esso e preso totalmente al basso del fondo; siecomedi leggieri si scorge nella soverchia piecolezza della porta, laquäle dovrebb essere anzi piu in alto colloca,ta. In secondoluogo il soggetto priucipale, cioe il Bedentore colla peccatriee, eposto in uu angelo della composizione talmente che non puöessere si tosto dallo sguardo degli spettatori rawisato.

Der Künstler wollte kein theologisches, sondern ein culturhisto-risches Werk seiner Zeit Hefern und von diesem Standpunkte istdie ganze Anordnung nicht genug zu rühmen. Und was die zweiAugenpunkte und die zu niedrig gestellte Pforte angeht, sodürfen auch diese bestritten werden. Kurz und besser beurtheiltDr. Volkmann in seinen Nachrichten von Italien Bd. 3, S. 603das Bild: „Die Zusammenstellung, die Architeetur, die Wirkungdes Ganzen , mit einem Worte, alle guten Eigenschaften einesGemäldes sind darin auf eine glückliche Weise vereinigt.

P. Veronese malte die Composition zuerst in einer Grössevon 6,28 c. zu 2,75 c. oder 20 Fuss breit, 8 x /2 Enss hoch,für den Speisesaal der Dominicaner von Giovanni e Paolo inVenedig, von wo sie nach Mailand in den Pallast Brera zu Nutzender dort gestifteten Acadomie gebracht wurde und, gepriesen alseins der bedeutendsten Kunstproducte, Nr. 112, hängt. Mein Bildbestellte ein Venezianischer Nobili für seinen Privatgenuss inkleinerem Massstabe, der hiesige Galleriedirector brachte es nachDüsseldorf (siehe oben Nr. 364), wo es Professor Busen erbte, vondem ich es 1848 kaufte. Es ist keine sklavische, sondern freie,man darf sagen verbesserte Arbeit. Z. B. streckt im MailänderBilde die dritte Person von Christus eine Hand aus, als wollesie zwei tiefer sitzende Personen auf die Magdalena aufmerksammachen, während doch alle drei sie nicht einmal sehen können,und, nach ihrer Haltung, auch nicht sehen wollen. In meinemBilde hat . der Künstler jener Person ein Glas in die Handgegeben, wodurch aller Zweifel über die Bedeutung der Drei fürdas Ganze gehoben wird. Im Mailänder Bilde hält eine dienendePerson hinter Christus eine Hand oberhalb eines Weinkrugs indie Höhe, um dieses zu motiviren, befindet sich in der Handmeines Bildes ein Stopfen, der aus dem Kruge gezogen ist. Inmeinem Bilde sind die Püsse au Christi Sessel homogen denübrigen geschweift und steht hinter dem Mohrouknaben ein Wein-krug mit S. bezeichnet, im Mailänder fehlt der Krug u. s. w.