Druckschrift 
Die Fahnenburg und ihre Bildergallerie : unter Rückblick auf die Geschichte ihrer Umgebung
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

.10

gegeben, sein Erbe Diedrich v. Holtheim verzichtete darauf 1366.

3. Rittersitz Neubrück trug 1393 Wilhelm Zobbe gegen einenfrei gegebenen Zehnten in der Hasselbeck der Abtei zu Lehn auf.

4. Von dem Hofe zur Heiden im Kirchspiel Homberg war 1390Wilhelm Zobbe, der sich deshalb von der Heyden schrieb, und1559 Adolf von Bernsau zu Anger Lehnträger und 5. von einemsteinernen Hause gegenüber der Michaelis Capelle zu Gerresheim1290 Adolph v. Flingern, 1300 Amand v. Hainrode, 6. von einemHause, Hof und 18 Morgen zu Gerresheim 1367 Hermann vonder Kunihen, 7. von Dickfeld bei Ratingen 1639 Johann Kurtz-mann und sein Sohn Jacob, 8. von Haen (Hain) im Amte Brüggen11.39 Wilh. zu Haen, 9. von Fix Mühle 1592 Fix, 1777 Grafv. Hatzi'eld, 10. von Haus zur Ehren in Gerresheim seit 1466 dasCatharinen-Kloster daselbst, 11. von Rumpeisgut auch die blaueHand in Flingern, das Kreuzbrüder-Kloster in Düsseldorf, na-mentlich 1777 Joh. Heinrich Freiherr von Heerdt. Zwei GebäudeGerresheim's, das eine „unter Leuffen (sub Lobiis)", der Ueberbauüber dem Eingang zur Abtei in der Achse der Neusser Strasse,das andere, „im Tacken" genannt, hatten ihre besondere Unter-gebenen. Zu jenem gehörten vier Zins- und Behandigungsgüter:Creuelsgut, Viehof, Vogels- auch Beuselsgut in Eller und Schnei-dersgut in Weitsten, zu diesem die Höfe: Götschenberg im AmteAngermund, Hahnerhof in der Hundschaft Bracht, Riel zu Wülf-rath am Ursprung der Anger, Neusenberg in der Hundschaftltath. Beide hatten auch ihre Gewohnheitsrechte. Sie wurden aufAndreas in dem jährlichen Hof- und Lehngerichte vor Tisch zuerstvorgelassen, um ihren Jahreszins zu zahlen und demnächst aufAbteikosten gespeist. Der Küchenzettel lautete für ewige Zeit:Auf Andreas Tag bekommen die Leute unter Leuffen ein Mahldurchgeschlagene Erbsen mit zwei Rhiemen Speck, ein Brod, eineTüte Bier, auf Fasseldag durchgeschlagene Erbsen mit einemBrathäriug, ein Brod, eine Tüte Bier. Die Leute im Tackenbekommen: 2 Schüsseln durchgeschlagene Erbsen, 2 SchüsselnKappes, einen halben Schweinskopf, 2 Schüsseln Kappes mit SülzerFleisch, 2 Schüsseln Schweinefleisch mit brauner Brühe, 2 SchüsselnSchaaffleisch mit Rosinen, 2 Schüsseln Reis, 1 Braten, Butter undCantert, Bier so viel sie mögen, 2 Kannen Wein und jeder 1Weisbrod; am Fasttage nur 2 Schüssel durchgeschlagene Erbsen,2 Schüsseln Kappes, 2 Schüsseln mit Stockfisch und Laberdahn,2 Seh. gekochte Karpen, 2 Seh. Reis, 2 Seh. Pflaumen, Butter,Cantert, Bier, Wein und Brod wie oben. Für das Essen im Tacken