6
Der Leichnam wurde in Bonn geöffnet, man fand den Körpergesund und vortrefflich organisirt nur die beiden Kopfschlagadern(Carotiden) waren an einer Stelle etwas verengt.
In den clreissiger Jahren zog ein Fuhrmann mit Kaufmanns-gütern des Weges, bei der Schlucht, worin das SchliefenscheDenkmal stand, Hess er Pferd und Karren weiter ziehen underhing sich am nächsten Baume. Die Gründe dafür sind niebekannt geworden.
Gegen 12 Jahre später fand man an eben der Stelle einenFruchtmackler erhängt. Er hatte in wenig Jahren zu Elberfeldmit Fleiss und Umsicht durch Fruchthandel sich 20,000 Thalerverdient und war wegen seines guten Wandels überall wohlgelitten worden. Plötzlich kömmt ihm der Gedanke, er könnevon seinen Zinsen in jeder Stadt angenehmer als in Elberfeldleben; er zieht nach Düsseldorf, macht dort die Bekanntschaftliederlicher Frauenzimmer, wird von einem immer grösserenKreise derselben umschlossen, je mehr er sich ihnen hin- undfreigebig zeigt. In kaum zwei Jahren sind die verdienten Thalerverschwunden und der Strick der Vermittler seiner Gewissensbisse.
Die ersten Ansiedelungen.
ie ersten Ansiedeier hiesiger Gegend Avohnten inHütten und nährten sich und ihr Vieh von denFrüchten, welche Wald und Weide kunstlos boten.Einrichtungen für kunstgerechte Bestellung desAckers waren bis zur Römerzeit selbst im kleinstenMaasse hier etwas durchaus fremdes; es fehltendafür sowohl die Kenntnisse, als jede Art Geräthe;sie entstanden erst mit den Römern.
Als dieses welterfahrene Volk erkannt hatte,dass für seine Zeit und Zustände die Reichsgrenzen scharf be-zeichnet und zugleich geeignet befestigt sein müssten, waren ihmdie Mittel für Erreichung dieses Zweckes nicht zweifelhaft; es