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Organon der rationellen Heilkunde
Entstehung
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236.Da der rationelle Heilkünstler in ganzeinfachen, einzeln angewendeten Arznei-stoffen schon findet, was er nur irgendw-ünschen kann: künstliche Krankheitspo-tenzen, welche die natürlichen Krankhei-ten durch homöopathische Kraft zu über-stimmen , auszulöschen und dauerhaft zuheilen vermögen, so wird es ihm nach demallgemeinen Weisheitsspruche: quod fieripotest per pauca, non debet fieri per plura,nie einfallen, je etwas andres, als eineneinzelnen, einfachen Arzneistoff als Heil-mittel zu geben, auch schon deshalb, weiles völlig unbekannt ist, wie sich zwei undmehrere zusammengesezte Arzneistoffe ein-ander in ihren Wirkungen auf den mensch-lichen Körper hindern und abändern mö-gen , und weil hingegen ein einfacher Arz-neistoff bei seinem Gebrauche in Krank-heiten, deren Symptomenkomplex genaubekannt ist, selbst in dem schlimmstenFalle, dafs er nicht homöopathisch ange-messen gewählt werden konnte und alsonicht hülfe, doch dadurch nüzt und dieHeilmittel - Kenntnifs befördert, dafs die