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December 1513.
SS4.
Bern. IZt?, 30. December (Friwg vor dem nüwm Jarsiag M).
Staatsarchiv Luccr»! Allgemeine Abschiede, Ii. 2 228. Archive Freidling, Schaffhanse».
t». Jeder Bote kennt die Verantwortung der 50,000 Kronen von Dijon wegen, die vor kleinem undgroßem Rath zu Bern und gemeinen Boten von Stadt und Land geschehen und wie dann darauf HansSchindler der gebrauchten Worte wegen vorgestellt worden ist und zu denselben sich bekannt hat, nur mitder Bemerkung, daß er selbes von Henslin, dem Diener des von Grü, in Anwesenheit vieler Anderergehört und daß er nicht geredet habe, er wisse, daß solches Geld empfangen worden sei. Darauf haben dievon Bern uns gebeten, nicht weiter „vff die Sach zu setzen", sondern ihnen dieselbe zu übergeben. Das hatman in den Abschied genommen. S». Dieser Tag war hauptsächlich ans dem Grunde angesetzt worden,weil in Bern etwas Unruhe vorhanden sein sollte; man hat aber daselbst alles in bester Ruhe und Einig-keit gefunden. Dagegen soll in Lncern und Solothurn zwischen Obrigkeit und Volk etwas Widerwärtigkeitzu besorgen sein. Deßhalb soll jeder Bote heimbringen, wie dem vorzukommen sei, indem man Botenhinschicke, um mit den Gemeinden zu reden, daß sie sich ruhig verhalten, keine Gewalt brauchen und wenn sichJemand verfehlt habe, gegen dieselben sich Rechtens begnügen, damit „ein Erbarkeit vnd vnser pund gehand-habt, ouch das loblich Harkomen vnser Eydgnoschaft behalten werde." Auch soll man berathen, was mitsolchen, die sich dem widersetzen wollten, zu reden und vorzunehmen sei. Und sofern der Tag zu Zürichnicht abgewartet werden könnte, so soll doch jedes Ort nach Abfertigung seiner Voten seine Meinung schriftlichauf diesen Tag senden, damit da austräglich gehandelt werden möge. «» Der Präsident von Dijon istdurch besondere Leute von Bern und Freiburg ohne Wissen und Befehl ihrer Obern zu Genf angefallenund, damit ferneres Geläufe auf das Haus Savoyen vermieden werde, nach Bern gefertigt worden, um stmehr, da er kein Geleit hatte und auf dem Rückweg nach Lyon begriffen war. Da wir in dieser Sache keineInstruction hatten, so haben wir uns der Sache nicht beladen wollen, sondern den Handel zu weiterer Be-rathung an die Obrigkeiten zu bringen angenommen. «A. „So sind dann gehört die Schriften, so die bottenvon Schwytz vnd Frybnrg vß Meyland gethan haben vff meynung, daß der küng von Frankenrich dem küngvon Nanarra wider den küng von Hispanien vier tnsend Landtsknecht schicke vnd zudem einen Zug in Schotten-land wider die Engelschen, deßglichen wie der küng von Engelland vff Wasser vnd Land gerüst sye, desknngkrich Schotten in sin Hand zu bringen. — Daune wie der Trivulsch in das Delphinat gezogen sye vstsich lasse merken, wo man Im volgen, das er die Schwitzer vernügen vnd Inen nit allein vierhundertthusend krönen, snnder ein halb Million gelts wölle geben vnd das die Venediger den halben teyl desselbenwöllen bezalen. — Witter das der küng von Hispanien ein mächtigen Zug rüste vnd vff das vßzitt den kriegwider werde anfachen. — Denne das der Herzog von Bourbon in das Delphinat sölle ziechen, damit erdester ee ober den Berg möge kommen. — So soll dann bepstliche Ht. Wüschen keyserl. Mt. vnd den Vene-digern von einem friden geredt vnd doch nützit geschafft haben. — So werden dann ander meyinmgenouch angezöigt, als das dieselben Schriften mit lengerm Inhalt dargeben vnd ein jeder bot wol weißt zuerlüttern."