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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
Seite
256
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6 März 1550.

und dm Kirchenstaat (Stadt") mit Fleiß und Liebe in Schutz und Schirm zu behalten. Von der Geneigtheitdes Papstes zu den Eidgenossen, seinen liebsten Söhnen, werde der Ritter Frank, der jetzt bei ihm sei, aberbald wieder als Botschafter zu den Eidgenossen komme, Mehreres mittheilen. Unterzeichnet: Blosius.

St. A. Zürich: Tschudische Documentensammlung X; lateinisches Pergamen-Original. St. A. Zürich: Abschiede Bd. 18, 5. 68. St. A.

Lucern: Acten Papste. Letztere beide deutsche Uebersetzungen. Abgedruckt im Archiv für schweizerische NeformationSgeschichte III 609.

K. A. Basel: Abschiede Band 23. K. A. Freiburg: Vadische Abschiede Bd. 1b (deutsch). K. A. Solothurn: Abschiede Band L9

(deutsch). K. A. Schasshausen: Abschiede.

4. Basel erklärt unterm 7. April sich mit einer persönlichen Botschaft an den Papst nicht einverstanden,Wohl aber wolle es sich bei einem gemeinen Schreiben nicht söndern. St. A. Lucern: Acten Päpstr-K. A. Basel: Abschiede Band 23. Im gleichen Sinne schreibt Solothurn unterm 19. April (Mittwochvor Ostern) an Lucern. St. A. Lucern: Acten Päpste.

Zu s. 1. Kundschaften, aufgenommen von Baptist Bricio (oder Brixio?), Statthalter und Kanzler-erwählt durch de»Richter" und Landvogt zu Luggarus, Niklaus Wirz von Unterwalden, in Folge eine»Briefes, der dem benannten Landvogt von den Boten der XII Orte ab einer Tagsatzung zu Baden vow31. Januar 1550 zugeschickt worden ist, enthaltend den Befehl, Kundschaften aufzunehmen mit Bezug o»lden Ueberfall und Uebermuth, der dem genannten Landvogt und einem Priester, Lorenzin, damaligem Predigtzu Luggarus, wiederfahren sei,wider die rüf", welche durch den benannten Landvogt ergangen st"^'wodurch den Kundschaften geboten worden sei, die Wahrheit bei dem Eid, den sie den Obern geschworenhaben, anzugeben. 1. Miser Albert Decherna von Luggarus bezeugt bei geschwornem Eid: In Betreff besUebertrangs aus dem Platz und in dein Wirthshaus des Lorenzin wisse er nichts, denn er sei nicht dabc>gewesen; einzig wie er von des Statthalters (sie) Haus gekommen (gesin"), habe er eingroß brächtgehört, eine Schaar gesehen, die nitsich gegangen sei. Und als er auf den Platz gekommen sei, habe eteinigeGesellen" gesehen, die da suchtengwer wiles nidas (?) ze gand". Als er das gesehen habe, ff'er ihnen nachgegangen, in der Meinung, sie zu verhindern, denn ihm wollte scheinen, sie wollen in daSchloß, den Priester Johann aus demselben herauszunehmen, der daingeleit" war. Die Betreffenden ff'e"dann zu dem Schloß gegangen. Daselbst seien des Landvogts und des Schreibers Frauen und auf derMauer im Schloß der Schulmeister gewesen. Der habe zu ihnen geredet:Gand mit gott; sind ir vow >)N, so sind voll; dann der mich hat ingleit, lat mich ouch wider us für ein bidermann." Angefragtwer die gewesen seien, die in das Schloß gegangen, antwortete der Zeuge: Vincenz, des SchulmeisterBruder, und Banada, der Apotheker; Bernhard Prowas (?) war nicht im Schloß, der kam dem Zeug^'beimCapele" entgegen. 2. Herkulin Pavrukin sagt bei seinein Eide: Als er in seinem Haus gewetz»sei, habe er auf dem Platze ein großes Getös gehört. Dann sei er aus dem Haus zu dem Landvogt, dewPrediger und einigen Doctoren von Lauis gegangen. Da habe er gesehen, daß Vincenz, des SchulmeisterBruder, zu dem Landvogt gesagt habe, er solle seinen Bruder herauslassen,oder aber bp dem blut g^'ich wird ine usher nämen", ihm und allen denen, die dieses nicht wollen, zum Leid. Bei Vincenz ff'^gewesen Band« (Banada?) und Bernhard Prowas, Vartholomäde miß de lüssett", Donat Rabazottviele Andere. Da habe Donat Rabazott geschworen:By unsers hergotz sud, komend wir (mir?)wir wend ine ushernämmen." Hierauf sei der Zeuge zu Banada, seinem Freunde, gegangen; der habe Z"ihm gesagt, er solle sich der Sache nichts annehmen; wenn auch die Obern ein Kalb für einen Vogt schlä^'so müsse man ihm dennoch zu Händen der Obern Ehre und Gehorsam erzeigen. Was im Schloß gesch^ff''sei, wisse Zeuge nicht, lieber eine Weile habe er gehört, daß Banada in des Lorenzin Haus heftig (vast ^gekriegt habe; mit wem, wisse er nicht; es seien Lauiser und Luggarner dabei gewesen, die werden Hierasreden können. 3. Baptist, ein Sohn des Lorenz Scheriete, bezeugt bei seinem Eid: Als er im Sch^gewesen sei, habe er gesehen, daß der Landvogt den Schulmeister einlegen ließ. Dann sei der Landtwgnebst dem Schreiber und den Doctoren von Lauis aus dem Schloß iu des Zeugen Haus gegangen, daffwldas Morgcnbrod einzunehmen. In diesem Moment habe er Vincenz, des Schulmeisters Bruder, Do»"Rabozott, Banada und viele Andere gesehen. Zu diesen habe der Schulmeister geredet, um seiner weg'sollen sie keine Unruhe anfangen; derjenige, welcher ihn habe einlegen lassen, lasse ihn auch wieder heraus