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August 1549.
«3.
Stans. 20. August (Dienstag vor St. Bartholome).
Staatsarchiv Lucern: Allgcm. Abschiede c> k. III.
Tag der V Orte.
». Diesen Tag haben die von Obwalden nach Stans angesetzt und es wird da vorab eröffnet, der Erzpricsterzu Meudris habe den Vogt Mertz, seinen Schreiber und einen Edelmann in sein Haus geladen, in welchemder Bogt von Banditen erstochen, „deshalb schier ärmürt" worden sei; ebenso der Edelmann; auch derSchreiber sei schwer gestochen morden; hernach sei auf der Wache ein Weibel stark verwundet worden; um»wisse nach nicht, ob der Schreiber und Weibel todt oder lebend seien. Da zn vermuthen steht, der Erzpriestertrage Schuld an dem Vorfall, zumal er auch, wie aus dem Schreiben zu entnehmen ist, nicht geschiede»hat, so wird in den Abschied genommen, daß man auf nächstein Tag Antwort gebe, wie man mit ihm handeln wolle.?». Arnold Kirsiter, des Raths von Obwalden, bittet die V Orte um Wappen und Fenster in sein neuesHaus. v. (Der Vogt von Luggarus berichtet:) Der Schulmeister zu Luggarus, der die neue Secte gepredigthat und deshalb vom Landvogt verwiesen wnrde, habe sich nach Baden begeben und eine Liberatio»erwirkt, indem ihm die VII Orte verziehen haben, mit der Bedingung, daß der Vogt ein gutes Aufsehe»auf ihn haben und wenn er sich das Gleiche wieder zu Schulden kommen lassen würde, ihn an Leibund Gut strafen solle. Nun wolle er aber hievon nicht ablassen, habe den Papst beschälten, die christlicheKirche geschmäht und geredet, es gebe kein Fegfeuer, und Anderes, das dem wahren christlichen Glaube»zuwider ist, so daß der Vogt ihn ins Gefänglich gelegt habe. Da der Schulmeister einen großen Anhanghabe, seien Leute desselben in dem Wirthshause zu dem Vogt gekommen und haben ihm den Gesänge»?"abdrohen wollen, indem sie dergleichen gethan haben, als wollten sie ihn mit Gewalt befreien; dabei sei ei»?taus dem Haufen auf den Vogt zornig zugelaufen, wobei ihm ein Messer aus dem Aermel gefallen sei; derVogt glaube, er habe ihn erstechen wollen; dabei haben sich Einige so unruhig benommen, daß der Vog'den Gefangeilen ans Tröstung freigegeben habe. Der Vogt glaube nun, man sollte den Schulmeister »»^seinem Verdienen bestrafen lassen, wie ihm das die VII Orte von Baden aus zugeschrieben haben, oder dal»'solle man dem Vogt nichts befehlen. Dabei hat man vernommen, daß der Schulmeister geredet hat, er ivoll?dein Vogt und dessen Amtleuten das Maul wohl „beschöuben". Hierauf hat mau im Namen der ^Orte an Rath und Burger der Landschaft Lnggarus geschrieben, sie sollen sich erklären, ob sie gemäß ihre»'geschwornen Eide dem Landvogt wollen gehorsam sein, wessen er sich zu ihnen zu versehen habe, ob sie ih»'Schutz und Schirm geben wollen, damit er das Unrecht bestrafen und das Gute und Gerechte fördern kö»»?>hierüber sollen sie dem Landvogt nnd uns mit Ja oder Nein sofort antworten und die Antwort zu Hauden der ^Orte an Lueern senden. Mail hat hierüber auch an Freiburg und Solothnrn geschrieben. Auf dein nächst?"Tag zu Baden soll man mit weiterer Vollmacht erscheinen; dabei soll kein Ort mit seiner Antwort den and«»"vorauseilen. ,1. Es erscheint auch der (alte) Landschreiber zu Luggarus, Gerig von Uri, und mit ih»'Bartholomä Dcinis lind Petro (alias Demißpetro) von Vairano von Gambarogno für sich nnd ihre Mithast?"'welche die Güter des Todtschlagers Andriota von Piazzogna von Gambarogno vom Landvogt Wirz um ^Kronen gekauft haben, und verlangen, daß der Vogt den Kails aufrichte und die V Orte denselben bestätig?"'sollte der Vogt den Kalif nicht halten können, dessen man sich aber nicht versehe, so soll man ihn