Juni 1825.
689
sondmi begehren, daß etlichen Personen gestaltet werde, vor den Bischof zu kommen; daher ist ein Tag ans UnserFrauen Tag (Heimsuchung? 2. Juli) nach Correnolz (Cornol?) angesetzt, wozu die Unterthancn zwei Mann ansBasel, zwei von Biel, zwei von Nencnstadt, zwei von Laufen, einen aus dem St. Jmer-Thal, einen ans „demFrelenberg", der Bischof Hinwider zehn Mann aus seiner Stift und der Landschaft sende» mögen; doch sollenobigen Parteien diese Personen nicht selbst erwählen, sondern die Obrigkeit in jedem Orte, wo sie genommen diewerden, aber unparteiische Leute, die ihres Eides gegen den Bischof entbunden werden sollen. Beide Parteiensollen auch rechtzeitig Vorsorge», daß der Tag ohne Aufschub geleistet werden kann, und nicht viele Personen,sondern nur eine bevollmächtigte Botschaft, nämlich von jedem Ort zwei Man», dazu verordnen. Die Gerichts-lente sollen zuvor eine gütliche Ausgleichung versuchen, und wen» solche nicht erhältlich wäre, sollen die Parteiendem rechtlichen Spruch, wer schuldig sei nnd Unrecht gcthan, ohne alle Weigerung sich nnlcrzichen. Sodann istabgeredet, daß sie gegen einander nichts Unziemliches anfangen, sondern frei und sicher an Leib nnd Gut miteinander verkehren sollen, sich auch nichts vorwerfen, sondern ruhig nnd friedlich den Entscheid jenes Tages erwarten.Um denselben zu sichern, hat man dem Bischof geschrieben, er möchte seine Beisitzer förderlich ernennen. DieserAbschied wird besiegelt mit dem Petschaftring von Heinrich Meltingcr.
S85.
Maden. 1525, 26. Juni f. (Montag nach Johannis Baptistä f.). Jahrrechiuuig.
Staatsarchiv Lliccr»! Allgem. Abschied- II. k. 104. Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd. o, I. 242. - Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. o, Nr. Ib.Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede, V. p. I. Kautoiisarchiv Arciburg: Abschiede Bd. IS. Bd. bb. KantonSarchiv Solotliiir» t Abschiede, Bd. XIII..<tsa»to»sarchiv Schaffliausen - Abschiede. Landcsarchiv Appenzell I. N.! Abschiede.
Gesandte: Zürich. M. Konrad Escher, des Raths. Bern. Peter Stnrler, Vcnner. Lncern. JunkerJ acob Feer, des Raths. Uri. Nitlnus Mnheim, des Raths. Schweiz. Heinrich Neding, des Raths. Untcr-walden. Hans am Stein, Seckelmeister. Zug. Konrad Nnßbanmer, von Aegeri, des Raths. Glarus. MarxMad, Ammann. Basel. — Freiburg. Hans Bieduwan (Praderwan?). Solothnrn. Niklaus von Wenge,des Raths. Schaffhanscn. Heinrich Jrmcnsce. Appenzell. Heinrich Baumann. — E. A. A. k. 19 a, 6.
Matthias Scherer aus dem Kirchspiel Lenggern bittet, das gegen ihn erlassene Verbot aufzuheben undihm freien Handel mit seinem Holz zu gewähren. Nachdem man den Boten von Bern darüber angehört, wirddie Sache in der Meinung in den Abschied genommen, daß dem armen Manne auf nächstem Tag eine endlicheAntwort werden soll. I». Das Antwortsbegehren Doctor Jacob Sturzel's auf den zu Franenfeld gehaltenenVortrag ist heimzubringen, weil die Mehrheit der Boten nicht instruirt gewesen; in diesem Sinne wird seinSchreiben erwidert, v. Es beschwert sich der Abt von Pfäfers, er müsse jährlich von seinem Kloster bei 499Gl. rhein. verzinsen nnd mit Eintreiben dieser Summe immer bedeutende Kosten haben, nnd da das Gotteshausan vielen Orten schlechte Zinsen habe, so möchte er diese gern verkaufen »nd damit jene ablösen. Heimzubringen.
In Betreff der mehrfach besprochenen Aenßernng des Caspar Vögeli, Schultheiß zu Walcnstadt, wird Uribeauftragt, hinlängliche Kundschaft einzuziehen nnd sie ans nächstem Tage vorzubringen, damit das Geschäft dannabgethan werden kann. «. Der Abt von Wettingcn samt einigen Priestern und der Ammann von Gnadenthal, imNamen der Aebtissin, bitten für die Sechs (oder Sieben) von Wohle», die bei Nacht in das.Kloster Gnadenthat
") Die Unterthanen? Der Bischof darf die ihm „am aller angenehmsten" anskiesen. .
87