Juni 1525,
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nnd dann auch mündlich zu empfehle». Man Hai dieselbe abschreiben lassen und darauf einhellig die Antwortgegeben: Man bcdaure die entstandenen Widerwärtigkeiten von Herzen, und dcstwcgen haben sich anch die Herrenschon öfter um gütliche Unterhandlung bemüht, bisher aber leider nichts ausgerichtet. Nun seien aber die dreiOrte mit andern Eidgenossen so verbunden, daß es ihnen nicht gebühre, ohne deren Gunst und Wissen sich der.gestalt jemandes anzunehmen; zudem hindere sie daran auch die Erbeinnng mit dem Hans Oesterreich, Wen»aber die Bolschaft (der Bauern) Wege anzeigen könne, wie man zu einer gütlichen Verhandlung kommen möchte,so wolle mau weder Mühe noch Kosten sparen, „ob villicht der allmächtig gott sin gnad send, damit ein glücklichzit und stund wurde troffen." 2, Darauf begehrt die Botschaft Rath, Alan antwortet ihr, wenn sie eine Unter.Handlung bewillige, so wolle man bei der Herrschaft in Zell sich anch darum bewerben. Da dieser Vorschlagangenommen worden, so schreibt man der Herrschaft. (Folgen im Original die Texte verschiedener Missive», s,
Noten 5—10).
II. Da die Antworten von Seiten der Herrschaft den Abschlag enthalten, so hat man die Sache Gottbefohlen und nichts weiter zu thnn gewußt.
Das Basler Eremplar datirt dem Text gemäß auf Mittwoch vor Johann Baptist.
Den zu dieser Verhandlung gehörigen Acten lassen wir noch einige frühere vorausgehen:
1) 1525, 9. Juni (Freitag nach Pfingsten). Heinrich Maler mit den Hauptlcute» und Rüthen des Hegau,ischeu Haufens an Schaffhauscn. Abermaliger Dank für das bewiesene „Mitleiden" und das freundliche Erbieten(zu vermitteln). Mau sei bereit, etwas Fruchtbares anzunehmen, da man nichts anderes begehre, als daß dasreine Evangelium und die göttlichen Rechte klar verkündigt werden, nnd gehe nicht aus Schmälerung der vonGott eingesetzten Obrigkeit aus, ?c. . K. A. Schaffhaulm: Corr-spondmzcn. Vgl. Schreib» II. lss.
2) 1525, 10. Juni (Samstag nach Pfingsten), Zell. Heinrich Maler, Oberster, ?c., au Schaffhausen. Dankfür das gethane Erbieten. Wenn ischasshausen und andere Vebhaber des göttlichen Wortes in dem entbranntenStreit etwas Fruchtbares handeln könnten, so würde man das gehorsam zu verdienen suchen; man könne abernur auf einen Vertrag eingehen, durch welchen die freie Predigt des lauteren klaren Gotteswortes zugesichertwerde; es könne auch kein einzelner Flecken oder Stadt besonders einen Vertrag annehmen, sondern nur die ge-samte Bruderschaft. Zell halte man belagert, weil die Gegner sich großentheils da gesammelt haben; deßwegenhabe man nicht bloß den Boten von tschasfhauseu, sondern auch denen von Ilindan nnd dem Bischof von Consta»;den DuvchHNNg venvehvt . . . K. A. Schafshnuseil: Concspondenzen. Vgl. Schreiber a. a. O. II. I8U.
3^1 1525, 11. Juni (Sonntag vor Corporis Christi). Schafshnusen an Zürich. Ausführlicher Bericht überdie gemäß dem Abschied von Fraucnscld gemachten Ve> suche, zwischen „der Herrschaft" in Zell und den Hegau,ischcn Hausen gütliche llnterhaudlungen einzuleite». ü. a nun die Bauern die diesseitigen Boten verhindert haben,an die Gegenpartei in Zell zu gelangen, so befehle man die Sache Gott und wisse dermalen nicht mehr zu thun.
St. A. -Zürich: A. Hegau.
4) 1525, (c. 20. Juni). „Obersten houptlüt, rät und ganze samlung des Hufes im Hegöiv vor Zell" audie Boten der drei Städte. „Gestrengen, edel», vestcn, fürsichtigcn, nufseu, gnädigen und günstigen Herren, euchist on zivisei zc müssen das elend bctrüebt »nsridlich leben, so setz an allen orten diser weit embor ist, ouch wiezuo fürchten, Ivo nit der barmherzig gott sclbs oder dmch fromm und gottselig nienschen gnädige insehung thüege,werden sölich fachen je länger uud mer sich inifiße» und zuouemen. Nu ist es ossculich und lit am tag, daß diegroß nnbillichait der beschwerdcn, mit welchen der gemain man allenthalben in gaistlichcn und zitlichen fachen»on irer obcrkeit dermaßen bishar übersetzt und getrungen, daß sölichs nit kau noch mag fcrrcr erlitten werden-jedoch je mer man sölcher unbillichait zuosicht oder widerstand thuot, je größer unrat, schaden, brand, todschlag'bluotvcrgießen und mort froivc» und junkfrowcn, ouch verderbung der jungen unschuldigen kiudlin zuo baideuliste» darus erfolgt, welches doch von aim jeden cristenmeuschen billich beherzigt und bcwaint werde» sölt, sonderlichvon allen denen, so bishar das lob uud litcl ains eristenlichen lebens »nd wesens getragen und in allen landen