Januar 1525.
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Den frommen, fürsichtigen nnd wysen, schultheißcn, landammann, burgermeistcrn, raten, burgern, landlütenund gmeinden der loblichen Eidgnoschaft und allen andern unser Eidgnoschaft Zuogcivandtcn und Puudsgnosscn,wie denn die einer Eidgnoschaft mit lieb und leid verwandt sind, und derselben rät(en), bürgern, landlüten undgmeinden, unfern besondcrn guoten fründcn und gctrüwcn lieben Eid- und pundsgnosseu cmbictcnd wir der Burger-meister, Nat und der groß Rat, so man nempt die Zweihundert der statt Zürich, unser fründlich willig dienst undwas wir ceren, liebs und gnots vermügend, alle zyt bereit zuovor.
Unser erlöser Jesus Christus hat uns gelcrt und uuderwyst, wenn wir an den einen baggen werdindgeschlagen, söllind wir den andren ouch darbieten. Deß wir uns bishar habend gcflisscn und sölichs unserschwächt nach für ein erempcl gefastet und uns, doch mit unwarhcit, vilfaltiglich lassen schlahen nnd alle unbillvon etlichen un'scrn mißgönnern mit großer gedult getragen, und das so lang, bis es ist dahin kummcn, daßwir, so kein besserung, sonder allein ärgernis hernach folgt, wie Christus hat gesprochen, wol sprechen mügend:Habend wir übel, dz ist, unchristcnlich gehandlet, so bcwyscnd es; habend aber wir christcnlich, recht und fromklichgehandlet, warumb schlahend, das ist, verklagend und schmähend ir uns?
Nnd damit wir unsers bedunkcns sölichcn Ungunst abwcndind und unser Unschuld gegen üch, unfern getrüwcnlieben Eidgnosse», ouch allen christglöubigcn, erhalten inügind, ist »nscrs bedunkcns not, daß wir des allererstenanzeigiud ursach söliches Widerwillens, zuo dem andren, daß wir die artikel, eins teils uns unwarhaftiklich-undandrer Meinung, dann die beschchen, und aber uns vcrkert und zuogeleit sind, ze vcrantwurtcn, und zuo dem drittenze erscheinen und ze eröffnen unser herz, trüw und liebe, so wir bißhar zuo einer löblichen Eidgnoschaft habend ge-tragen, und ob Gott will, in die ewigkeit, so wyt unser lyb, eer und guot reichen mag, tragen sollen und wellen.
Und harumb, so ist uf den ersten artikel kurzlich ze wissen, als dann Franciscus, dis namens der erst Küngzuo Frankrych, um ein hilfliche pündnis und vcreinung hat geworben, die von üch unfern getrüwcn lieben Eid-gnossen von den zwölf Orte» ist angenommen worden, und aber von uns und unser gemeind in der statt unduf dem land, uf vilfaltig ersuochcn, pitt, beger und zuo lctst etwas tröuwungen, im verseit und abgeschlagen,uß Ursachen uns darzuo bewegende, und fürnemlichcn, daß wir und die unfern, in der statt und uf dem land,uns nit habend also wöllen verbinden, unsere knecht andern lütcn, die uns kein leid thuond, umb gclts willenuf den hals richten, sy zuo müessiggänger, und so st) umkämind, ire wyb und kinder ze witwen und weisen machen,und also dem Küng sin eer und nutz mit uuserm und der unfern merklichem schaden schaffen, und onch also unsund die nnsern dem Küng eignen. Dcßhalb dann wir, nß sölichcn und andren Ursachen, die wir diser zit imbesten »»gemeldet lassend, die fryhcit nnsers lands, lybs und guots, so unser vordren mit großer arbeit, angstnnd not, ouch schweissigen Händen übcrkummc», nit habend wöllen also hingeben, sunder sölich fryhcit der gestaltund wie die an uns ist gelangt, mit hilf des Allmächtigen, behalten. Dahar aber unsers bedunkeus uns aller unwillist entsprungen, dann wir achtend unzwystet, wo wir in die französisch vcreinung wärind gangen, daß wir nit,es syc joch des gotts wort oder anderer fache» halb, in so mengen weg, als dann bißher beschchcn ist, wärindangefochten, erforderet und ersuocht worden.
Damit wir aber, uf das kürzist, zuo dein andren artikel komind, als wir habend anzeigt, daß wir univar-haftigklich und andrer Meinung, dann durch uns oder die unser» gehnudlct sye, werdind dargeben, füllend irmüssen, nach dem wir die französisch verciuung anzcncmcn, ouch uns von üch unseren getrüwcn lieben Eidgnosse»nit ze sündren, wie obstat, mit güctc und rüche mermalen crfordrct sind, und wir uns daruf alle mal habend crbottcngehept, den fridcn und die bericht mit dein Küng gemachct, ouch die pündt gegen üch unscrn getrüwcn liebenEidgnosse» getrülich und cerlich ze halten, hat sölichs gegen mcniglichcm wytcr noch anders nit erschossen, danndaß etlich unser mißgünncr ander weg uns ze schaden und uneinhelligkcit ze machen habend fürgenommen, derowir diser zyt etlich lassend ruowcn, und wöllcud allein veraulwurtcn die offne» lüg, so uf uns erdacht und unsunredlich zuogcmcssen sind. Und nachdem der allmächtig gott den klaren glänz sines göttlichen worts diser zytso luter laßt erschynen, dardurch wir werdend undcrwyßt und gclert, vil uulydcnlicher bcschwärdcn, gcbott undsatzungen, uns einfältigen leycn hievor von bäpstcn, bischoffen und dein ganzen geistlichen Hufen ufgelegt, abuns ze schütten und dero mißbrüch ze verbesseren, umb daß »vir durch etlich unverständig, ouch unser miß-gönne?, sovil hinderredt und geschuldiget, damit ir unser getrüw lieb Eidgnossen von den nun Orten üch zuo