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December 1524.
Ergöw bestinibt, mit erbietung doctor Ecken, ouch dem Zwingt! und ander» gierten tüten fry sicher gleit dahwund wider au ir geworsami ze gebe», deßhalb wir wol vermeint, die von Zürich wirrend diser disputatz fro »»öguotwillig gewesen und hettend den Zwingt! darzuo vermögen; aber der Zwingt! hat soliche disputatz zuo Badenabgeschlagen; deßglich wellend die von Zürich in nit darzuo halten, vermeinend, man soll inen nach gon Züv>'toufen, mit inen daselbs disputieren, daby wir und menklich verston mögent, daß sy in ir härtigkcit und fürnemenbeharren, allein denr Zivingti folgen und sich nit rupfen lassen wellend, das uns zum höchsten verwundert u»beschwärt.
7. Item darby ist unfern lieben Eidgnossen den stchs Orten trülich fürzehalten und daran ze manen,der Herzog von Wirtemberg mit denen von Zürich praticiert und handlet, mögen wir eigcnlich nit wüssen;es wirt gesagt, er understand ein ufbruch under den unfern im Thurgöw ze machen w. Deßhalb uf nächstgangnem tag zuo Baden dem landvogt ine Thrirgöw befolhen ist, ein guot ufschen ze haben und das abzesteüw,deßglich des Herzogen botschaft in sincr nntwurt ernstlich gesagt ist, daß er die unserer: irr keinen weg ufwigl"'noch nnrücwig und keinen ufbruch under den unseren machen welle ze. Aber was die von Zürich darzuo beM'll^so Hand sy zuo Baden uf dein tag nit wellen, daß man sy in die antwurt, so dem Herzogen worden ist, niende>vergrif noch stell, dann sy haben kein befelch, deßhalb schier zuo gedenken ist, als ob sy im zuo solichem ufbr»^bewilligen und verhelfen wellend.
8. Hierumb, diewyl wir die sechs Ort sehend und merkend, weß willens und gmüets unser Eidgnossen "s''Zürich sind, wohin die schweren löuf und Händel langen und sich enden wellen, ouch ivie sich die vonallenthalb bewerben, anhang und guotcn willen understand ze machen mit unserem verunglimpfen und newst 'ouch ivie sich die früfelkeit in aller wclt meret, hat uns zum höchsten bcduukt not syn, unser botschaft zuo ^sechs Orten ze schicken, sy unsers anligens ze berichten und wie es bißhar ergangen sig, und wie es stand, uzuo eröffnen und zum besten zuo sagen. ^
Dasselb sollen ir unser botten an jedem Ort und end unser getrüw lieb Eidgnossen nf das höchst 'ernstlichcst ermaneu und bitten, daß sy betrachten und ansehen, wohin diser mißgloub und disc Händelwas darus folgen, und zuo was end das kommen werde, das sy als die hochverständigen und wysen wol rrwwkönnden, und damit solichem schwären Unfall, den bösen ufrüeren und cmbörungcn fürkommen und vil u 'vcrhüet werde, und wir füro Eidgnossen blibeu mögen, daß unser lieb getrüw Eidgnossen unser püud betrach 'sich von uns sechs Orten nit sündrcn, ouch daß wir Eidgnossen uns in disen schweren löufen bas zuo eina« 'halten, ciuaudrcu mer trost, rat und hilf zuosngeu und versichern wellen, dann wir jctz ein zit har gcthonals wir ouch inhalt unser pünden und uß alter trüw und Pflicht cinandrcn schuldig sind, und mit nanicn,sich jedes Ort hierin crlütrcn und antivurt geben wolle, wenn also ein ufruor, embörung oder stürm käme,gott syge, weß wir uns zuo inen versehen und gctrösten sötten. Dann wo wir setz in disen löufen undeinandren nit znstan und das best lhuon wölken, so stat nüt anders darnf, dann daß pnser Eidgnoschaft garund zertrennt, darzuo all oberkeit in stett und landen von iren eignen lüten und underthanen undertruckt und inünte gemacht würt, davor Gott der allmächtig (bitten wir) mit sinen gnaden sin wölke.
Und nämlich daß wir Eidgnossen von allen Orten besonder tagleistung darumb halten, unser ernstlich ^schaftcn schicken, mit eiuandreu ratschlag thuou und uns gegen eiuandreu erlütren und entschließen, wie w»in disc Händel schicken und vor solichem unfal, ufruor, stürm und enbörung syn, ouch wie man das übe ^die groß ungehorsame strafen und abstellen und das unser handhaben welle, und daß dermaß darin »utgehandlet, daß man zum end und ab der fach käme, und jedermann wüß, weß er sich zum andren verstehenund wir nit also zuo großem kosten für und für getriben und umgezogen werden. , ^
9. Und zuoletst, wiewol war, daß wir weltlichen und leyen, oberkeiten und sondrig Personen merkU)den geistlichen in mengcrlei gestalt beschwürt und überladen und zum teil durch iren großen gyt in vil IÜbernossen sind worden, darab wir nit minder dann ander lüt mißfallen trngent, deßhalb sind wir des >v" ^und urbüttig, mit sampt andren unseren lieben Eidgnossen ernstlich darin ze handle», ze helfen und ze raü'N, ^wir uns und unserm gmeinen armen mann der überflüssigen beschwerden und mißbrüchen entladen und abkv»>mögent, als wir uns vor ouch zuo mermalen allweg erbotten Hand.
St. A. Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 6, Nr. 39 (zu 1526 veiseb