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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Mai 1524.

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Zu I». Das bezügliche Schreiben an Basel, dd. Freitag vor Jeorii (22. April), sachlich nicht vonBelang befindet sich im K. A. Basel: A. Mailändcrkricge.

Zu l. Das Lnccrner Staatsarchiv (Acten Rcligionshändel) hat eine besondere Ausfertigung dieses Artikels,dd. Donstag vor St. Georg (21. April). Das Wesentliche liegt im Folgenden: Da die Eidgenossen jetzt mit"'andern Angelegenheiten beladen seien, so müssen sie die Sache auf ruhigere Zeiten verschieben; so auch die Ver-kündung eines Mandats. Doch halte die Mehrheit der Orte dafür, daß ungehorsame Priester bestraft werdenlallten, je nach Gestalt der Verhältnisse; denn die eilf Orte seien fest ^entschlossen, der lutherischen Lehre zu wehren,behalten sich aber vor, zu gelegener Zeit zu berathen, wie die Mißbrauche abgestellt werden könnten. (Damitwurde die Botschaft der Bischöfeabgefertigt").

Zu ;>. 1524, 17. April. Hans Pünti von Nidwaldcn an die drei (zu Bellinzona regierenden) Orte.Alsdie tag vergangen etlich Pündter knecht, und auch von Bellenz und Lowis mit denen, gezogen sind uf der Venedigerstrich, und ich nf hüt gwüsse kundschaft han, daß die Herzogischcn, die in das (sie) schloß Müß sind und dieuf dem Chumer see sind und da ingnommen vier communen, (so) den drpen Pündten zuogehört Hand, und by«Weyen tagen vergangen dem Herzogen geschworen, mit namen Domas, Dunk, Gravadone und Gert; deßglichHand si geschribcn in das Veltlin, ob si sich ouch dem Herzogen ufgcbcn wellen oder nit. Harum, lieben Herrenund obern, sölich Handel nur nit gefallenst daß die Herzogischcn den unfern lieben pundtgnossen ir land und lütumeine», das ich üch . . (ze) wüsten thuon, damit ir uf uns eilt guot ufsehen habcnt; dann si möchten ab deinChumer see hnrkomen iit einer nacht, und ich in das Volmorobitstal (Val Mnrobbin) ein guot wacht thnn hau"...

St. A. Zürich: Tschud. Abschiede-Sammlung, Bd. 5. K. A. Freiburg: Abschiede, Bd. 56. K. A. Solothurn: Abschiede, Bd. XII.

L. A. Appenzell I. N.: Abschiede. (Sämtlich Luceruer Abschriften).

Zu 1524, 19. April, Constanz. Ennins, Ep. Verulnnus, an die Boten der XIII Orte in (Lueeru).Antwort auf ihre Zuschrift vom 4. März, die er am 18. erhalten habe. Nochmalige Erörterung des von demPapste betriebenen allgemeinen Friedens, zc. Nach langer Vorstellung der gefährlichen Lage der Christenheit eröffnetst leinegute Meinung":Ich rat daß nit nun einmal darvon disputiert werdi, sunder oft, ouch b>) dem cristen- 'stehen Kling ernstlich disputirt «verde, durch ivelches euer edle(n) Nation der Eidgnoschaft groß cer, lob (und) iiutz^wachst» inag, das >vir dann zuo aller zit begcren. . . Damit befelchend ivir uns (üch) als nnsern günstigenieireii, »iit bcgercn einer guoten antwnrt, so wellend ivir das uf das kürzest b. Heiligkeit anzöigen, guoter hoff-""ug, (dnß es) uns allen zuo gnotcin erschießen werde. Ouch (wüssend), günstigen Herren, (daß) wir nit andersachte» könnend, dann daß ir besnndrer gnnd von gott crlücht(et) spend, ividerstnnd zno tuon der lntcrschenlecten; euer artikel, so ir so löblich habend lassen ußgan, nach altem löblichem bruch cristenlichcr kirchcn, habendswr zuogeschickt b. Heiligkeit, die berücrten (?) artikel mit mer heliger geschrift geziert und uf den Richstag allenlurstcn zuogeschickt, dardurch euer aller lob und cer gemeret, wirt (üch) oicch zuo guotein erwachsen. Dorum,stten günstigen Herren, verharrend bis in das cnd, (so) söllt ir empfinden, daß üch by gott ewiger ton bereit'st, »nd im zit euer nit vergessen wirt zuo guotein."

St. A. Lucern: A. Papst (Original, von Ennins signirt; der deutsche Text von sehr ungeschickter Hand).

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(Mnrten?).' 1524, 9, Mai (Montag nach Exandi).

Staatsarchiv Vera: Tentsch Spruchbuch, XX. 561. Acten Gemeine Vogteien (Murten).

Äst der Städte Bern nnd Freibnrg, behufs gütlicher Beilegung eines Streites zwischen den Gemeinden

^rzers, Fräschels, stiied, Galmiz, Wistclach ?c. einerseits und denen von Ulmiz, Gcmpenach, Vnchslen,Salvennch und Gnrwolf anderseits, betreffend die Nutzung des Mooses am Murtnersee. Die Boten^ ^p'llmann, Bartholome Ibach (von Bern), Hans Krnmmenstoll nnd Jacob Bögeli (von Freibnrg)st" «neu Spruch, der dann von den beidseitigen Obrigkeiten genehmigt wurde. Es folgt hier der Hauptinhalt: