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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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October 1521,

10) 1521, (13. October), Bergamo. Dieselben an die Hanptlente in frz. Dienst, „üwer schriben der Venedigerund üwer geschickter botschaft halb habend wir verstanden und füegend üch daruf ze wüsten, daß wir nit kamensind, die Venediger findlich ze meinen, sonders durch ire piet und land unfern durchzug ze nemen und inen essenund trinken ze bezalen und gar keinen schaden zuezefücgen, und sind nit willens, einichen nüwen find ze machen;ob aber st sölichs abschlahen und uns an unserm zug irren und sich selbs gegen uns find machen wellent, mögendir selbs gedenken, daß uns das nit lieb war, und wiewol ir anzöigent, wir habint sölichs nit (in) befelch, achtendwir, ir haltend uns dafür, daß wir nüt thüegend, dann das erlich und loblich sye. Und diewil ir eben scharpf unsschribent, wo wir understüendint, durch der Venediger land ze stechen, wölltind ir luogen, wie im ze thuond wäre,wöllend wir üch dafür achten, ir gedenkind, daß wir syent Eidgnossen, dann wir üch ouch für Eidgnossen habend,und syent uns an unserm zuge nit hindern, dann wir üch als unfern lieben Eidgnossen ouch kein leid, sondersgern alles das thuou wellent, so üch lieb ist, wo wir könnend und mögent. Und als ir zuo uns ein botschaftgefertiget, und dicselb an uns begert hat gleit, habend wir diser zit sölichs abgeschlagen uß der ursach, daß wiran die end wöllent stechen, dahin wir sind bescheiden, als uf b. Ht. land" .. . (Wiederholungen).

St. A. Zürich: A. Papst (Copie).

11) 1521, 16. October (Mittwoch St. Gnlli), Bergamo. Die Hauptlentc ?c. in päpstlichem Dienst an dieEidgenossen im französischen Lager. „Ir wüssent, wie ir uns geschribe», deßglichen etlich üwer botschaften zuouns verordnet, und so wir üweren verordneten botschaften, die glcits begert, dasselb abgeschlagen, und ouch ufüwer schriben wider geantwurt, wie ir nume wüsten, habent uns nüt dester minder dieselben üwer verordnetbotschaften witer geschriben und uns irs befelchs bericht, das aber vil anders lutet, dann ir uns habent geschrihen;dann üwer schriben wyst, wie sich die Venediger habent erklagt, daß wir mit gwalt und on gleit und on irengunst, wüsten und willen durch ire land ziehint, das weder sy noch ir uns hettind vertruwt, und könndint nitglonben, daß unser und üwer Herren und obren uns das hättind befolhen; darum ir uns warn(et)ind, dann dieVenediger willens syent, ire paß zuo behalten oder darum ze liden, und ob wir je wöltind understan, durch ireland ze stechen, wurdint ir luogen, wie im wäre ze thuond, als ir achtind, daß wir witer verstandint von üwerercrlichen botschaft. So habent angezöigt üwer botschaften uf abschlug des gleits uns zuogeschriben und zuo erkennengeben, daß üch von unser Eidguoschaft botten ab einem tag zuo Lucern geschriben und befolhen sig, als sy unsdesselben schribens ein abgeschrift Hand zuogeschickt, daß ir der unfern, so vor bi b. Ht. wäriut, schonen undsoltind üch in dein herzogthumb Meiland, wo das am füeglichstcn war, zuosainen thuon, damit ir dest sichrer möchtindsin und beliben. Das alles aber ganz und gar wider einander ist; dann üwer schriben ist tröwlich und üwererverordneten botschaft anzöigen früntlich; üwer befelch ist ze sind und ze bliben in dem herzogthumb Meiland, soligend ir wider b. Ht. uf der Venediger erdrich; wir züchend zuo b. Ht. durch der Vencdiger land, nit als sind,solider als fründ, mit bczalung essens und trinkens und on krieglich oder fintlich anfechten; so nement ir üchdesselben zuo Unwillen an, mer dann wir von den Venedigern selbs verstandent. Daby schribt ein houptman»voi: üch einem under uns insonderheit, und als er meint in gar guoter Meinung und in geheim, daß wir nitmögint fürkommen, wir müessint durch der Venediger land oder des Küngs, und wo wir es mit gemalt under-standint, so syend ir cinhelliklich eins worden, uns mit der Hand davon ze wisen und uns sölichs zuo (ver)halten,als war im Gott helf lind die heiligen. Sölichs alles anzöigt, daß ir eins andren willens sind, dann Eidgnossengegen einandren sollend sin; darmnb uns die fach gegen üch gar schwer anligt, und müessent gedenken, was gf«»'es sye, daß ir anders schribent, und uns anders in geheim soll anzöigt werden, dann üwer botten sich erlütrcillidann wir je üwer und des Küngs schonend, indem daß wir weder des Küngs land noch üch suochend, sunderallein züchcnt durch der Venedigcr land und also widerstand zuo kommen uf b. Ht. land und derselben zuo diene»lut der vcreiuung, so st mit unser aller Herren und obren hat, und uß solchem grund ist uns die fach billichangelegen, dann wir je Eidgnossen wöllend sin und bliben und nüt anders handlen und thuon, dann wir grvatthaben und uns ivol anstat, und darmnb so trmvent wir nit, daß ir uf solchem verharrint oder ir gmeinlich deswillens syent. Und ob irste uf solchem wöltind verharren und sölichs willens sin, daß der gmciu mann darui»^ützit wüß oder sölichs willens syg und verharre; dann wo dem also sin sölt, das gott nit verhäng, mögend »'gedenken, was darus wurd. Deßhalb wir üch sölichs fründlichcr guoter Meinung zuoschribent. Darzuo schribent