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Oktober 1378.
GentiliS de Spolcto, und erzählte ihnen die mancherlei Widerwärtigkeiten, welche die heilige Kirche durchdie von Florenz und ihren Burger Laurenz von Mcdicis erlitten, den der heilige Vater für einen Un-gläubigen und Wucherer halte, ferner wie die Bcnedigcr auch wider den Papst seien und beabsichtigen,die Söldner, die sie von den Eidgenossen, angeblich gegen die Türken, verlangen, gegen den heiligen Stuhlzu gebrauchen; auch der König von Frankreich unterstehe sich, denen von Venedig, Florenz und dein Herzogvon Mailand gegen den Papst Hülfe zu leisten, weshalb dieser von den Eidgenossen Hülfe und Beistandfür die Kirche verlange, i. Burkhard Stör, Probst zu Amsoldingcn, trägt im Namen des Papstes vor,der heilige Vater gebe alljährlich große Summen denjenigen Fürsten und Herren, welche den apostolischenStuhl beschirmen; wollen die Eidgenossen daS auch thnn, so verheiße er ihnen jährlich 30- bis 30,000Ducatcn zu geben und sie gleich andern Fürsten, Königen und Kaisern der heiligen Kirche zu incorporiren.
Der Gleiche eröffnet weiter, der Papst habe einen Erzbischof gesendet, um die Irrung im BiSthnmKonstanz mit der Eidgenossen Hülfe zu allseitiger Zufriedenheit auszugleichen. Insonderheit habe der Papstsich eine Abtei bei Weingarten rcservirt, mit welcher er den einen der streitenden Thcilc „bcnügig" zumachen hoffe. I». Dem Hurter wird eine Empfehlung nach Ulm und Kempten gegeben, damit er wegeneiner Buße und anderer Sachen gütlich verrichtet werde, i. Den Vettern des Göldlin von Zürich wirddie verlangte Empfehlung an den Abt von Kempten bewilligt, Nachdem schon viele Knechte denUrnern zu Hülfe gegen Mailand ausgezogen, verlangt nun Uri, unter Erklärung, daß cS zum Kriegentschlossen sei, Hülfe und Beistand von gemeinen Eidgenossen, gestützt darauf, daß die Livincr und sievertragswidrig von Mailand ans mannigfach belastet werden. ES wird aber beschlossen! Uri soll vorerstdie ausgezogenen Knechte zurückrufen und alle Orte sollen die ihrigen zurückhalten, dann wolle man dieSache überlegen, inzwischen jedoch den Herzog von Mailand ichriftlieh ersuchen, die Urncr zu befriedigenund die Eidgenossen nicht mehr zn verachten. Schlage dieser «schritt nicht an, so wolle man Uris Mah-nung Folge leisten und Leib und Gut zn ihnen setzen. I. In Betreff der Forderung von Dicßcnhofenan Oesterreich wird beschlossen, der alte und neue Landvogt im Thnrgau sollen sich erkundigen, was eödamit für eine Bewandtnis habe, dann erst wolle man ferner über die Sache rathschlagen. Zürichwird ersucht, von seinem Verbot in Betreff des WcinS zn Kaiscrstuhl abzustehen ans Ursachen, diejedem Boten bekannt sind. ». Abt und Capitel zn Schnsscnried werden in bester Form gebeten, einesder Rechte aufzunehmen, welche die zwei armen Knechte ihnen vorgeschlagen haben oder selbst ein ziemliches, gelegenes Recht vorzuschlagen. «». Zwischen Solothnrn und Basel war Streit, weil erstcres demlctztcrn einen Galgen umgehauen hatte. Zn Ausgleichung dieses Streites soll Sonntag nach Martini(17. November) zu Luecrn ein Tag gehalten werden. >». Die Burgunder bitten um Aufschub für die150,000 Gulden, welche sie nach der Richtung von Zürich den Eidgenossen und gemeiner Verbindungschuldig geworden. Eö wird ihnen geantwortet, sie sollen bis Weihnachten eine Abschlagszahlung leisten,um die weitcrn Termine wolle man sich dann bcrathcn. Dem Bischof von Bisanz soll geschrieben werden,daß er den Brief um die Schuld siegle, da er die Unterhandlung geführt und daö zu thnn verheißen habe.«>. Den Herrn Wilhelm von Wadron (Vandrs) soll man freundlich ersuchen, dem armen Knecht RudolfTuterö Sold und Schatzgcld zu bezahlen. i. Indem der König von Frankreich den Eidgenossen treueHaltung der mit ihm bestehenden Verträge zusichert und Gleiches von ihnen erwartet, empfiehlt erihnen das HauS Savohcn und den jungen Herzog, mit dessen Regierung er sich nun nicht länger befasse»wolle. «. Einige Sachen wegen Bußen und wegen Beerbung von Landzüglingen zu Baden und zu