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Deutsche Illustratoren
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DIE KUNST UNSERER ZEIT

erschliessend. Aus diesem Geiste heraus gab sie mehrere Folgen reich illustrierter Werke heraus,die durchweg in kräftiger, an den alten Holzschnitt erinnernder Schwarzweiss-Manier gehaltensind und in denen sich die Eigenart der einzelnen Künstler voll ausleben konnte. Die eine vondiesen Serien führt den Gesamtnamen „Theuerdank, Fahrten und Träume deutscher Maler", die

andere heisst „Jung-brunnen, ein Schatz-behälter deutscherKunst und Dichtung".Unter den Künstlern,die da zu Worte kamen,sind viele von denschon Genannten, wieSchmidhammer, Ber-nuth und andere, wirbegegnen aber auchwieder mancher neuenKraft. Ein namentlichim Norden Deutsch-lands viel geschätzterKünstler von starkerProduktivität ist F r a n zStassen, der für die

Theuerdankserie diephantasiereichen Bilderzu „Götter" gezeichnethat, reich an Ein-fällen, korrekt in derForm, wenn auch nichtimmer von sehr cha-rakteristischer Kraft.Bilder „Aus deutscherMärchenwelf'hatErnst

Franz Stassen. Schwermut

Liebermann geliefert,dessen kernige und prä-zise Art und, nament-lich auf dem Gebiete ro-mantischer Landschaft,bewundernswerte Er-findungsgabe ihn vor-züglich für diese Auf-gaben eignen. Mansieht an diesen Repro-duktionen und speziellan denen von ErnstLiebermann so recht,wie vollkommen ab-getan für die moderneKultur der Holzschnittist — vom Original-holzschnitt natürlichabgesehen! Die sorg-fältig gearbeitete undim Druck richtig be-handelte Zinkätzunggibt die Handschrift desKünstlers viel unmittel-barer wieder und aufsie kommt es ja dochwohl allein an. Dieglätteren Konturen und

regelmässigeren Strichlagen des Xylographen sind kein Vorzug, kein Kennzeichen grösserer Noblesse,sondern schlechthin ein Mangel, sie bedeuten ein Verflauen des Originals. Liebermann, dessenSpezialität die deutschen Burgen sind, ist auch sonst als Graphiker und Illustrator — übrigensauch als Maler — mannigfaltig tätig und erfolgreich. Ihm nahe verwandt in der Art ist ein andererKünstler des „Theuerdank", Hermann Hirzel. Von ihm ist eine Bilderfolge „Stimmungen",in welcher er beweist, dass die landschaftliche Stimmung recht wohl auch ohne tonige Behandlung,