DIE KUNST UNSERER ZEIT
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fliessenden, bestimmten Strich angeeignet, wie diese Eigenschaften sonst nur Steinlen besitzt.Münzer zeichnet die elegante und halbe Welt in ihrer blühenden Toilettenpracht mit besondererVorliebe, aber nie gibt er uns, wie die meisten seiner Spezialität, leere Kleider. Immer steckenwohlgebildete, warmblütige und bewegte Leiber darin. Max Feldbauer lebt und webt für dasPferd, das er mit nie erlahmendem Eifer studiert und in ganz anderer, lebendigerer Weiseschildert als die meisten anderen Sportzeichner. Sein Schwarzweiss ist von einer eigenartigrobusten Breite und Fülle. Auch Feldbauer gehört zu den Künstlern, die Malen und.Zeichnennicht als getrennte Gebiete betrachten. Er malt, wenn er zeichnet, und zeichnet, wenn er malt.Auch Bauern- und Soldatentypen und manches Karikaturistische zahmer und polemischer Artdankt die Zeitschrift seiner Kunst. Seltener war Walter Püttner in der „Jugend" vertreten,ein feiner Spezialist der stilisierten Landschaft, die er ungewöhnlich stark und wuchtig zu gebenwusste. In den letzten Jahren wandte sich Püttner ausschliesslich malerischer Tätigkeit mit
grossem Erfolge zu. Gelegent-liche Mitarbeiter aus dem Zirkelder „Scholle" sind Vo igt, ein gutbeobachtender Darsteller unsererBauern, und Ad olf Höfer. Voreiniger Zeit ist auch Leo Putzder interessanten Vereinigung bei-getreten, einer der merkwürdigstenund meistbeachteten jüngerenMünchener Künstler, ein Mann vonlebensheissem Temperament undeigenartig vollblütigem Humor.Er schildert Frauen von anziehend-sinnlichem Reiz, phantastischeMärchengestalten, Figuren derRokokozeit, die er oft mit einergewissen spukhaften Drolerie zuumgeben weiss. Putz arbeitet fastnie in Strichtechnik, immer mitdem Pinsel. Ein Künstler, derwie die Schollenleute aus derHöckerschule stammt und in ihrseine Kraft und Natürlichkeitgewann, ist Angelo Jank,der seine kernige Art besondersgern in Schilderungen aus dem
Julius Diez. Studie