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DIE KUNST UNSERER ZEIT
ettfarim
an ihrer Fahne treu blieb. SeitNummer 1 des ersten Jahr-gangs gehören hiezu Ar pädSchmidhammer, der treff-sichere politische Karikaturen-zeichner, Julius Diez, deroriginellste aller jüngeren Sti-listen, und der vielseitige FritzErler, Maler und dekorativerKünstler. Der erste, uner-schöpflich an gelungenen Ein-fällen, immer kräftig, immerschlagend und klar, ist vonallen Künstlern weitaus amöftesten in den Spalten derZeitschrift vertreten. Er ist einMann von vielseitiger Bildungund dadurch wohl befähigt,die unzähligen Interessen wahr-zunehmen, welche die Tages-satire auf allen Gebieten unseresKulturlebens zu vertreten hat.Schmidhammer ist ein Meisterdes Kleinen, der Charakteristikmit wenigen Strichen, derdrolligen Erfindung wie derscharfen Polemik. Der Grund-zug seines Wesens ist Liebens-würdigkeit; aber wenn's gilt,dann führt er eine schneidigeKlinge, sei's im Kampf widerRückschritt und Niedertracht,sei's im Verfechten deutscher
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K. J. Becker-Gundahl.
Zeichnung
aus den „Fliegenden Blättern"
München
Interessen gegen Anmassungund Missgunst unserer Feindeim Auslande. Schmidhammerist nicht nur ein vortrefflicherKünstler des Zeichenstifts —d. h. sein Handwerkszeug ist
eigentlich der japanischeSchreibpinsel —, sondern aucheine selbstschaffende, litera-rische Natur. Nicht nur alsgraphische Leistung behauptenseine Zeichnungen ihren Rang,sondern auch als satirischesZeitdokument. Er hat seineklare und feste Handschrift alsZeichner vornehmlich diesemZwecke zu liebe ausgebildet.Julius Diez ist ein echtesMünchener Kind in seinerKunst. Aus der Schule desbekannten Stilisten RudolfSeitz hervorgegangen, hat ersich manches vom Herben undDerben "des alten Holzschnitt-stils angeeignet, und in derGesamtphysiognomie erinnernfast alle seine Zeichnungenein wenig an Dürer und JostAmman. Sieht man aber näherzu, so findet man bald, dassin Wahrheit kein Zug von denalten Vorbildern entlehnt, dassalles, was Diez gibt, original