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Deutsche Illustratoren
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DIE KUNST UNSERER ZEIT

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namentlich alte Jungfern sind, über die er sich grausamlich lustig macht. Auch der junge

Alexander Otrey hat sich in den letzten Jahren — zum Teil auch als Mitarbeiter der „Jugend"

— zu einem amüsanten Humoristen entwickelt, desgleichen der an guten Einfällen reiche,

vorzügliche Zeichner August Roeseler, dann Hermann Stockmann, der die gute alte

Zeit der Bürgerwehr und

der Nachtwächter mit Humor

und Behaglichkeit schildert.

C.Zopf, Flashar, Walter

Caspari, Doubek, Fritz

Stahl, Erdmann Wagner,

Franz Simm, Rosenstandsind weiter verdienstvolle

Vertreter des eleganten oder

humoristischen Faches in

dieserSchar. EineNummerfür

sich ist F r i t z Wa h 1 e, dessen

hervorragend geschmackvolle

und technisch pikante Wieder-gaben dämmeriger Innen-räume, wie toniger Erschei-nungen überhaupt, seit langemzu den besten künstlerischenLeistungen der „FliegendenBlätter" gehören.

Auch eine Reihe vonZeichnungen romantischer,idealer Art, die sich nichtmit den Schwächen des All-tagslebens befassen, sondernuns über sie zu erhebensuchen, bringt dies Blatt.Unter dessen Romantikern

steht Hermann Vogel(Plauen) obenan, ein richtigerSchüler der Ludwig Richterund Moritz Schwind, der dasFeen- und Elfenvolk, dieKobolde und Nixen, die Erd-

Theodor Grätz. Die Orakelblume(Aus den „Fliegenden Blättern", München)

„Sie t)at 100000; 60000; 40000; 30000; 20»00;weniger; ober gar nicfUS '."

männlein und die Tiere desWaldes in ihrem Treiben be-lauscht hat und in über-raschend gehaltreichen und

liebenswürdigen Blätternschildert. Deutscher Waldes-duft weht durch alle seineArbeiten, echter Märchen-zauber macht sie uns lieb.Dabei ist Vogel ein Tier-beobachter, wie es nur ganzwenige gibt. Noch ein zweiterHermann Vogel, der inParis lebt, arbeitet für dieFliegenden, ein vornehmerFederzeichner, der nament-lich mittelalterliche Szenen inleichter und doch bestimmterStrichmanier sehr lebenswahrschildert. Auch Wenzelllebt an der Seine; er arbeitetungefähr in der Technik ReneReinickes, aber mit schärferemTemperament, mehr an gal-lischen, als an deutschen Vor-bildern geschult. AugustMandlick, ein Wiener vonGeburt, zeigt, ebenfalls aufTon arbeitend, wieder schlichtdeutsche Art bei gediegener

Zeichnung. Ein eleganterVirtuose der Tonwerte istC o n a d a m , dessen Originalevon höchster Delikatesse der