270
— wortlich gleichlautend wie in dem großen Spruchbrief — in besonderer urkundlicher Ausfertigung im StaatsarchivZürich vorhanden mit dem Schlußsatz: „Dise vrteilde antwurten wir die vorgenannten Schidlute Graf Immer »e»Straßberg vnd bruder Peter von Stoffeln der genannten vnsrer Vrowen der kuneginne von Vngern, die von beidenteilen genommen ist für einen obmann diser fache in aller der mazze als vorbeschriben ist, mit vrkunde ditz bricfs besige»mit vnscrn Hangenden Jnsigeln, der geben ist zu Chüngsvelt an dem nechsten Cinstag vor Sant Gallen tag nachGottes geburte Tusend Druhundert Funftzig Jaren, darnach in dem ersten Jare." (Die Siegel fehlen,)
V. Beitrittserklärung des Obmanns.l35l, !2. October.
Staatsarchiv Lneern.
Wir Agnes, von Gottes gnaden wilent Kunginne ze Vngern, verzechen vnd tuon kllnt offenlich mit disewbricf vmb alle die fachen vnd ^ vnd (sie) stözzc, inizzehellung vnd ansprach, die Vilser lieber bruoder Albrecht, Hertzollze Oesterrich, ze Styr vnd ze Kernden hatte wider denBur- s gerincister, den Rat vnd die bnrger geineiillichder Stat Zürich, wider den Schultheizzen, den Ammann, den Nat vnd die burger gemeinlich der ^ stat ^Lntzerrcn, wider die Nmmanne vnd alle Lnntlnte geineinlich der drier Waltstetten Vre, Vnderwaldcn oi>0Schwitz, das der selben ^ fache, anspräche und inizzehellung aller geineinlich vnd jeklicher sundcrlicst der egemnüvnser bruoder Hertzog Albrecht von sinselbs, siilcr lande, siner ^ Chlöster, siner dieiler, siner Burger vnd st>^lüte wegen, einhalb, vnd die egenanten von Zürich, von Lutzerren, voil Vre, von Vnderwalden vnd s vollSwitz von ir selbs wegen, anderhalb, nach guter vorbetrachtnng ze beiden fiten einhellcklich konien sint v»bsi gar vnd gentzlich gesetzt hant ^ vf vns die vorgenanten kunginne für einen gemeinen obman mit der Be-scheidenheit, das ietweder teil zwene erber man zuo vns setzen solle ze ^ schidluten, vnd wes sich denne dievier schidman, die zuo vns gesetzet wurden, erkanden vinb alle fachen vnd anspräche einhelleklich vf ir eide,das ^ das alse sölte stet beliben beiden teilen. Were aber, das ietweders teiles schidlüte gelich gegen ei>pander in deheinen stucken zerHullen vnd mizzehell wurdeil, ^ das wir die vorgenant kunginne denne als e»>obman diser fache gchellen vnd mit iechen siilleii deil vnd des teiles schidluten, dero spruch viid ^ vrteildegerechter dunket, vnd wederme teile wir also gehelleil, daz ist ivclher schidluten vrteilde vns denne gerechtdunket, daz dero vrteilde ^ vnd spruch also stet beliben soll, eiveklich vnd vnnerbrochcnlich behalten werden die»vorgenanten teilen vnd fächern vf beiden fiten, an alle ge- I uerde. Darnach sazte der obgenante vnser brll^der Hertzog Albrccht zuo vns der vorgcnanten kluiginn den edeln Graf Jininern voll Strasberg, vnsern Ilicbeil Oeheini, vnd den erbern bruoder Petern voil Stoffeln, Comendnr ze Taiinennels des Tutzschen orde»^,ze schidluten von sinselbs ^ vnd der sinen wegen, als da vor bescheiden ist, gegen dien zuo vns in dem nanu'»als da vor von des andren teils wegen ze schidluten ge- ^ setzet wurden der edel Philippe voil Kiender bescheiden man Peter von Balme, Schultheizze ze Berne; vnd wir vnd die selben schidlüte ^ voil beide»teile wegen zuo einander nider gcsazzen, do wurdeil vns allen fnnfen mit einander furgeleit vnd geöffneterberlicher rede, mit offen- > neu gantzen vnd gerechten besigelten bliesen vnd mit ander guoter vnd redlichekiintschast alle die fachen, vordrung viid anspräche, die vnser j vorgenanter bruoder Herzog Albrecht von ^selbs, siner lande, siner Chlöster, siner diener, siner Burger vnd ander siner lute wegen ze sprechenne ^zuo den vorgedachten stetten vnd waltstetteil Zlirich, Lutzerren, Vre, Vnderwaldcn vnd Schwitz. Nach der selbe»fürlegung vnd ^ kuntschast vnd nach der Widerrede, die für vns bracht wart vf eim offennen genailden tag»,der vf den tag als diser brief geben ist, für > vns in deiil namen als da vor, von beider teile wegen, ch»»^