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t9.
Spruch der neun Schiedlente zwischen Oesterreich und Lucern.
Lucern. 133«, IL. Juni.
Stadtarchiv Luceru.
Wir Niclaus zei: Kinden, Cuonrat von Berennels, Rittere, vnd Wernher zer Sunnen, Burger zePhilippes von Kiene, Johans von Buobenberg der Jüngere, Rittere, vnd Wernher Nlüntzer, ^ Burger ze Bern^Johans der Müller, Heinrich der Biber, Rittere, vnd Johans Krieg, Burger ze Zürich, künden menglich^mit diesem gegemvertigen brieue: Das da nach so an vns Niine j die vorgenantcn gesetzet vnd verlasscil dlvnd ouch ze Scheidelüten genomen sint, von der nnssehelli vnd der stössen wegen, so ist zwischent denerbornen Herren vnd Fürsten, den Herzogen i von Oesterrich, irn amptliiten, im dienern vnd hclffern,landen vnd irn lüten ein site, Vnd andersite zwischen den erbern vnd bescheidenen lüten, den: Schultheiß^dein sttate vnd den ^ Bürgern von Lutzerren vnd irn hclffern, vs ze richtende vnd vs ze sagende vmbe ^selben fache, das ouch si ze beiden teilen gelopt haut nach den brieuen, die dar vmbe verschriben j vnd ^sigelt sint, stete ze Hände vnd ze vollefuerende swas wir dar vmbe erkennen vnd vs sagen vnd richten- ^sin wir alle Nüne gemeinlich einhellig worden vnd Hanl ^ erkennet, vnd sagen ouch vs: Zem ersten, so ^sen wir, das der Schultheisse, der Rat vnd die Burgere ze Lutzerren, die nüwen Müntze der Herzogen ^Oesterrich nemen > sullent acht tage nach sant Johans tage ze Sungichten, so nu nehest kunt, ans allen sürzd^vnd sullent die Müntze in ir stat versorgen, das man mit nüwen Phcnningen kouffe vnd ^ verkouffe,solich eimuige dar vs setzen, das si fürgang habe, als in andern stellen, da die nüwen Muntzen gant,vnd gewonlich ist, doch mit der bescheidenheit, das die ^ vorgenanteu, der Schultheisse vnd der Rat ^Lutzerren gewalt haben sullent, vmbe geltschult die man Cristan vnd Juden gelten sol vnd schuldig ist,tage vnd du zil ze machende, ^ ouch als in andern stetten vnd Niiwen Müutzcn gewonlich ist. Vnd d>v-heissen, daz wir da getan hant, daz sol den vorgenanten Herren den Herzogen von Oesterrich vnd dengern ^ vnd der Stat von Lutzerren an iren friheiten vi:d an iren rechten enkeiu schade sin. Wir heissen ouä)/das die stat vnd die Bürgere von Lutzerren der Herschaft von Oesterrich gehorsam ^ sullent sin, mit alb"den rechten vnd gewonheiteu, als si der Apt von Muorbach vnd der Vogt von Rotenburg har bracht haübvnd ouch sit males du Hcrschaft von Oesterrich. Ouch sullent j du Stat vnd die Burger von Lutzerrenallen friheiten vnd gewonheiteu beliben, als si vnder dem vorgeschoben Apt von Aluorbach, dein Vogt vo»Notenburg vud der Herschaft von ^ Oesterrich vou alter sint gcsin. Ouch heissen wir, das man den Burcffldvon Lutzerren allu irn gucter lidig vnd lere lassen sol, die si hatten vor dem kriege, vnd si in nutz^gewer ^ mit gcrichte vnd mit vrteile setzen sol, vnd vsser Achte lassen, wonde man ouch mit gerichte darkamen was. Wir. heissen ouch vmbe die geltschulde, die man der Herschaft von j Oesterrich, irn Amptlüte'dirn dienern vnd hclffern, vnd den Bürgern von Lutzerren gelten sol, das man die ze beiden siten richtengeben sol gentzlich vnd gar, vnd das entweder:: ^ teil nüt irren sol, ob iemande der geltschulde ze beidrdteilen vt genomen, verspert vnd beHeft si von des vorgeschribenen krieges wegen. Aber heissen wir, wasuangencn ist ze ^ beiden siten, zwischent den vorgenanten Herren den Herzogen von Oesterrich, irn AmptWü,irn dienern vnd irn helffern, vnd der Stat vnd den Burgern von Lutzerren, vnd die in bürgschaft vnd!in gelübde staut, swas vor der hant ist, das sol von dirre richtunge wegen alles lideclich abe sin, geatzt