Druckschrift 
1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
Seite
246
Einzelbild herunterladen
 

246

recht, In sol ovch dar vmbe nicman an sprechen wan init gerichte, vnd der der recht zuozim hat. Wir flu'auch ^ fride han zuozinen ze vareiene vntz ze disen zilen: gen Lucerren, als verre der burger gerichte gat, vndgen Zuge in die stat, und gen Egre vntz ^ an Sneiten, vnd van Egre die strasse, dv dur den ivalt gat, vntzgen Zuge. Wir sun auch fride han gen Glarus vnd gen Wesen vnd vntz gen Inder- ^ läppen in die stat. Andisen selben stetten sun wir fride han, dar vnd dannan ze varenne vber lant vnd vber se, von den vorge-naniden Herren dien j Herzogen von Oesterrich vnd vor allen ir Dienerren vnd vor aller menlichem an allegeverde. Das dis war si vnd steit belibe, als Vorbescheiden ist, dar ^ vmbe Hein.wir die vorgeschriben Lantlütevon Vren, von Switz vnd von Vnderwalden vnser lenderen Jngesigel gehenket an disen brief, ^ Der wartgegeben vnd beschach an der Mitwuchen vor sant Jacobes tage, do von Gottes gcburte waren Drüzehnhun-dert Jar, dar nach ^ in dem achtzehndein Jare.

Pergamentene Urkunde mit den anhängendem Siegeln der drei Länder. Abgedruckt bei Tschu dt I. LSS.

s.

Beitritt von Glarus und Weseu zmu Waffenstillstand.131«, 30. Juli.

Archiv ^bwaldeu.

Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, künden wir die lantlüte gemeinlich des obern Ampts zeGlarus vnd des nidern Ampts ze Wesen, daz wir gemeinlich vnd einhelliglich den fride, so die erbcrnHerren, Her Heinrich, Herre ze Griessenberg, Her Rudolf, Herre von Arburg vnd Her Hartman von Ruoda,Pfleger vnd Amptlüt der hochgebornen Fürsten, vnser Herren der Herzogen von Oesterrich, mit derselbenvnser Herren der Herzogen Gunst vnd gutem Willen vnd an Ir statt haut genomen vnd gegeben an alleguerde de» lantlütcn gcmeinlich in dryen Waltstettene ze Vre, ze Switz vnd ze Vnderwalden, da lobend wirmit guten truwen an alle guerde, denselben friden hinnan ze dem nechsten vsgenden Mepen, der nu kmnpt,vnd den tag allen stette ze halten vnd ze behalten gegen den vorgenanten Lantlüten gemeinlich ze Vre, zeSwitz vnd ze Vnderwalden, in allen den rechten vnd den gedingen als die brieve stand, so die vorgenantenHerren von Griesscnberg, von Arburg vnd von Nuoda mit Iren Jnsigeln offenlich haut besigelt. Vnd har-vmb daz dis vorgeschriben alles war vnd stete belibe, so haut wir die vorgenant lantlüte des obern amp-tes ze Glarus vnd des nidern amptes ze Wesen vnsre Jnsigle an disen bris gehenkt zum waren offen vrkunde.Dis geschah vnd wart ouch dirre brief geben an dem Sunnentag nach Jacobi, do man zeit von Gottesgeburte Drttzehnhundcrt Jar, darnach in dein achtzehenden Jar.

Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln deS obern und deS Niedern Amtes. Abgedruckt Tschudi I. 266. Jahrbuchvon GlaruL II. S. 145, Nr. 41. Regest im Geschich tS freund XX. 215 Nr. 6.

«

Erste Verlängerung des Wallcnstillstandes zwischen den drei Waldstätten und Oesterreich.

1319, 21. Mai.

Staatsarchiv Lucern.

Allen den, die disen brief ansehent oder hörent lesen. Tun kund vnd vergehen wir die Amptlütevnd die Lantlüte gcmeinlich in den Walt- j stetten ze Vren, ze Switz vnd ze Vnderwalden, das wir den