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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
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October 1329.

4S.

Pavia. IS29, 1. Octoüer (Sonntag nach Michaelis).

Archiv llri.

Der römische Kaiser Ludwig befiehlt den Landammänuern und Laudlcuteu zu Schwyz, Uri und Unter-walden, seiilem Marschall Winant dem Bock dm Zoll zu Miele», dm er ihn: um 1000 Mark versetzt habe,nachdem derselbe durch unbeerbtes Absterben oder Missethat des Grafen Werner von Hohenberg dem Reichezurückgefallen, einzuantworten. Weil» die drei Länder mit Jemandem einen Frieden Hütten, der, wie sieglaubten, sie hinderte, diesen: Gebot nachzukommen, so sollen sie sich dadurch nicht beirren lassei:, dein: siedürfen kein Gelübde noch einen Frieden machen, wodurch den: Reiche Schaden entstünde oder kaiserlicheVerfügung gehindert würde. Wein: wegen Vollziehung dieses Befehls sie jemand ansprechen wollte, so werdeer, der Kaiser, ihnen beholfm sein.

Pergamentene Urkunde mit angehängtem kaiserlichen Siegel. Abgedruckt bei Kopp, Urkundenbuch I. Nr. 72.

Geschichtsfreund V. S. 252. Vgl. Kopp, Geschichte, XI. Buch, S. 386.

su

Eomo. ISSI, 12. August (üis Inns, cluoüsoimo Mensis ^u^cisti).

Tlinlladc Urscr». jiirchcnlnde Tpiri»>,e».

ti. Manching Rnsca (oivitatis öt ckistricckrw duinsusis Aöuczralis vioarins öt ckökduMr) und Jo-hannes voi: Allinghausen, Landammann von Uri, vergleiche:: und befrieden die Kriege und Streitigkeitenzwischen dm Thallmtm von Ursern und ihren Befreundeten, denen voi: Uri, Schwyz, Unterwaldei: undZürich einerseits und denen voi: Livinen und Domodossula anderseits unter folgende:: Bedingungen:1. Beide Theile mit Ausnahme von sechsundzwanzig namentlich bezeichneten Personen dürfen sicher und ungehindert mitLeib und Gut die Straße über den St. Gotthard gebrauchen. 2. Beide Theile sollen die Straßen, Wegeund Stege dermaßen unterhalten, daß die Kaufmannsgüter, ohne Schaden zu nehmen, transportirt werdenkönnen. 3. Kein Theil ist verbunden, die Waarei: weiter zu fertige:: als bis zun: Hospiz zu St. Gotthards-kirche. 4. Bestimmungen über die Gerichtsbarkeit bei Fällen voi: Mord und Raub sowohl, als voi: Ver-wundungm. 5. Die Urfehden der Gefangenen werden aufgehoben. 6. Grenzbestimmung zwischen Ursernund Livinen, Anerkennung gegenseitiger Weiderechte. Uebrigens soll der Bestand von 1315 bleiben.7. Strafandrohung voi: 6000 Goldguldm für Verletzung dieses Friedensvertrags.

?». Franchino Nusca, dessen Bruder Gregor, und beide auch für ihren Bruder Simon Rnsca ver-schreibe,: sich uotarialisch gegen Johannes von Attinghausen, Landammann von Uri, zu Händen der Urnerund aller ihrer Verbündeten, daß, wenn die von Livinen oder ihre Anhänger und Helfer die Bedingungendieses Friedens nicht einhalten oder selbe verletze,: würden, so daß der Friede gebrochen würde, alsdann sie,die drei Brüder Nusca und ihre Freunde dm Genannten voi: Uri :c. aus allen ihren Kräften mit Leib undGut gegen die von Livinen beholfm sein wollen.

Zu n. Als Regest abgedruckt nach der deutschen Uebersctzung der in der Thallade zu Ursern liegenden Urkunde imGeschichtSfreuud VIII. 122.

Zu Ii. T schud i I. 319. gibt diese Versicherungsurkunde lateinisch und deutsch.