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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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setzte am andern Tage seinen Marsch fort; in Düren bliebeine starke Besatzung unter dem Kommandanten Ximenes.Schwer war der Druck, den die Stadt durch die Franzosenempfand. Die Verpflegung der Garnison und die öfterenBrandschatzungen und Requisitionen erschöpften die Mittelder Bürger, deren viele, um gänzlicher Verarmung vorzu-beugen, die Stadt verliessen. Hierzu kamen noch die Fre-vel, welche die gemeinen Soldaten an dem Eigenthum undan den Personen selbst verübten. Vergebens waren dieKlagen des Magistrats beim Kommandanten, vergebens seineBittschriften an den Generallieutenant Calvo zu Aachen;statt der erwarteten Linderung wurden die Lasten nurnoch vermehrt. So benutzte man das Bürgerspital auchzum Militärlazareth, worin eine Menge Kranke und Ver-wundete untergebracht wurde, deren Verpflegung derStadt zur Last fiel. Auf Befehl des Kriegs-KommissarsCarlier dahier mussten sogar die bei Linnich stehendenTruppen von hier aus mit Früchten versehen werden, ob-gleich die Bürger Last hatten, den Lebensunterhalt derhiesigen Besatzung zu bestreiten. Zu dem Zwecke wurdenalle Häuser der Stadt und selbst die Klöster durchsucht,und von 5 Malter Frucht überall 2 Malter weggenommen.Ein Befehl dieses Kommissars vom 24. Oktober erhöhtedie städtischen Accisen in erheblicher Weise. Am 2. No-vember erliess der Kommissar den Befehl, dass alleBürger, welche die Stadt verlassen hatten, ungesäumtzurückkehren müssten, indem sonst ihre Wohnungen demErdboden gleich gemacht werden sollten. Diese Drohungwurde auch wirklich ausgeführt; viele, darunter einige sehrschöne Häuser wurden niedergerissen und an mehreren Stel-len wurde Feuer angelegt. Dieser Frevel empörte die Ein-wohner dermassen, dass es zwischen ihnen und den Sol-daten zu blutigen Auftritten kam, wobei einige auf demPlatze blieben. Unter den Gebäuden, welche so muthwilligzerstört wurden, befand sich die Bubenheimer Burg aufdem Viehmarkt. Aber Düren nicht allein, auch die Um-gegend empfand die Geissei dieser ungebetenen Gäste.Auf ihren häufigen Streifzügen plünderten und verwüste-