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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
Seite
339
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339daß, „wenn in der Nacht Jemand ahn die pfort kommtklopfen oder schellen, er Wilhelm soll gebunden seyn,solches selbst anzuzeigen, auch soll er nichß ahn gemüß nochahn Obß beschädigen.“ Nach einem Pastorat=Rentbuch besaßder Pastor im Jahre 1739 noch 5 Mltr. 12 Viertel an Korn-renten, die Benden=Verpachtung brachte 24 Rthlr. 45 Stbr.ein, die Geldrenten ergaben ca. 11 Rthlr. Im Jahre 1811hatte die Pastorat an Grundstücken ca. 8 Morgen Ackerland.Die Pastorat besitzt jetzt 4 köln. Morgen Ackerland amDiepenbruch, welche von zwei Junnfern Knabesser um dasJahr 1710 fundiert wurden. Außerdem besteht das Grund-vermögen in 13 Morgen Wiesen mit einem jährlichen Pacht-ertrage von M. 306,50.Diese Grundstücke sind unter Pastor Hagen (1672 bis1632) zur Aufbesserung der Parrstelle geschenkt worden, undzwar von Unterbruch dreieinhalben Morgen hinter der Pastorat,von dem Dorfe dreieinhalben Morgen bei den Dorfgräbenvom Diepenbroich zweieinhalben Morgen an der Strucken-schmiede, von der Niederheide und dem Kückesdorf dreieinhalbenMorgen, sämmtlich Absplisse von den damals zum Weidgangbenutzten Gemeindebrüchern. Von den erwähnten 4 MorgenAckerland wurden 1843 durch die Civilgemeinde eineinhalbMorgen für einen neuen Begräbnißplatz zum Preise von 400Thlrn. angekauft. Als im Jahre 1881 eine nochmalige Ver-größerung des Friedhofes nöthig war, wurden von dem fragl.Grundstück noch 15 Aren 40 M. pro Are zu 50 M. hinzu-gekauft. Von dem übriggebliebenen Theil bezieht der PastorJahrpacht. Außerdem empfängt der Pfarrer die Zinsen auseinem Pastorat=Kapital von M. 3378,14.Nach der Rechnung vom Jahre 1879 bezieht der zeitigePfarrer:M. 306,50.An Wiesenpacht142,44.An Zinsen325,50.Von Stiftungsland349,64.Aus StiftungenM. 1124,08.Vor Beginn des Kulturkampfes bezog der Pfarrer außerdemgeringen Ersatz der durchM. 325,25 an Staatsgehalt alsdie französische Regierung beschlagnahmten Pfarrgüter. An