193faßte ein Zimmer die Zahl der schulbesuchenden Kinder, jedochmußte schon im Juli desselben Jahres ein Schulamts=Prä-parand, Funken, als Hülfslehrer angestellt werden, welcherdas zweite Schulzimmer bezog.Im Jahre 1830 wurde der älteste Sohn des Lehrers,Jakob van Kempen, als Gehülfe ernannt. Derselbe bliebnachdem er sich später seine Qualifikation als Lehrer erwor-ben, bis Herbst 1857 an der Schule in Thätigkeit, wo eran der neu errichteten Schule in Clörath angestellt wurde.Im Jahre 1841 wurde eine sogenannte Fabrikschule einge-richtet für solche Kinder, die zu Hause dringend nöthig warenund schon einige Fertigkeit im Lesen, Schreiben und Rechnenhatten. Dieselbe blieb bestehen bis Ostern 1854, wo sieeinging. Da die Zahl der schulpflichtigen Kinder zu großwurde, so begann man im Sommer 1844 den Bau einesdritten Zimmers, anstoßend an die beiden bisherigen. Das-selbe wurde Ostern 1845 bezogen, und der bisherige Lehreran der Seminarschule in Kempen, Fr. Jos. van Kempen,Sohn des ersten Lehrers, als zweiter Lehrer angestellt. Soblieb es bis zu Ostern 1854, wo, wie schon bemerkt, dieFabrikschule einging. Es wurde hierdurch ein viertes Schul-zimmer und eine neue Lehrkraft nöthig, welche auch in demAspiranten Jungbluth erlangt wurde. Man miethete einZimmer in dem Dapenschen Hause an der Viersener Straßeund stellte einen Aspiranten an der neu errichteten viertenKlasse an.Im Herbst 1857 erfolgte die Trennung der Geschlechterund es wurden durch Verfügung der Königl. Regierung vom17. September 1857 zwei Schulschwestern angestellt, so daßzwei Knaben= und zwei Mädchenklassen bestanden. Die ersteMädchenklasse kam in das gemiethete Lokal bei Dapen, diezweite in das bisherige dritte Schulzimmer. Mit Herbst1858 bezogen die Schwestern die neu erbaute Mädchenschule,und es wurde hier die fünfte gemischte Klasse eingerichtet.An dieser Klasse wurde der Aspirant Jos. Proß aus Neersenangestellt. Mit Ostern 1861 ging diese gemischte Klasse einund es erfolgte die Einrichtung dreier Knaben= und dreierMädchenklassen. An der dritten Knabenklasse wurde der As-pirant Gustav Holthausen aus Dülken angestellt.
Druckschrift
Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
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