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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
Seite
185
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185ger wohnung bisher Versehen gewesen, und dabey considerirt,daß Wir zweifels ohn ein gott gefälliges werck Verrichtenwerden, wan wir von unsren in gott ruhenden Vor= undEltern, indem sie die pfahrkirch zu ged. Anrath zu beneficirenzum öftern sich angelegen seyn lassen, wie ebenermassen durchetwa gift= und Donation einer wohnung und Verbesserungder küsterey und schule, deren fußstapfen auch in dem nach-folgen würden, und dan das Haus, und Erb auf dem peschgenant in Anrath Uns als der obrigkeit daselbst heimgefallenund gerichtlich zuerkant worden; als haben wir Vor unsunsre Erben und nachkommen besser gestalt rechtens ged. Erbauf dem pesch, wie solches in Anrath zwischen und nebendem wemhof und Mertens Erb gelegen mit allen seinen anund zubehör frey Von den lasten und beschwerden, der dienstenfahren, kurmod, urlaub und auffahrt, mit welcher es bisdahin uns, als der obrigkeit zu ged. Anrath Verbunden undVerpflichtet gewesen wohlbedachtlich, und aus Vorhin geflo-genem rath aus freyem willen und macht gegeben und Donirt,geben auch und Doniren hiemit, und kraft dieses, zu denewigen Tagen geb. Erb pesch Jährlichs auf ostern 1 huhnalhier an das haus liefern, und zahlen solle, wie dan noch2 hühner, eins dem hr. Abdten zu gladbach, das andre demhu. Pastoren zu Kempen; und ein zeitlicher küster gebundenseyn solle unsre stühle in der kirchen auf dem Chor, und fürSt. Jacobsaltar sauber und rein zu halten; dessen zu meh-rerer urkund, haben wir dieses mit unseren unterzogene händeund pettschaft bekräftigt.geschehen Neersen d. 15. 7ber Ao. 1653.(L. S.)A. Fr. v. Virmont.C. Bongarz.Nach einer uns vorliegenden Specification gehörten seit-dem zur Küsterei folgende Renten„Die Wohnung binnen Anrath, nemblich das KüstereiHaus thut an Pfacht 10 Rthlr. Ferner 30 Ruthen Gartenan der Schießruthen, welche an Pacht gethan 1 Rthlr. 30Stüber.“ Die Geldrenten in Anrath betrugen 12 Rthlr.23½ Stüber.„Frucht und flachs von der Schiefbahn, so strichmaasist.“ Die Frucht bestand in 3 Malter 9 Viertel, ferner