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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
Seite
179
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1791.Achtzehntes Kapitel.Altäre, Benefizien und Bruderschaftenzu Aurath.—Inhalt: Die Muttergottes=Vikarie. — Die Jakobi=Vikarie. — DieSebastianus=Bruderschaft. — Der Kreuz=Altar. — Der St. JohannBaptist=Altar. — Die St. Peters=Vikarie. — Die Altäre St. Nikolai,St. Martini und St. Annae.Die Anrather Kirche hatte in der älteren Zeit nichtweniger als neun gestiftete Altäre, wovon mehrere im Laufeder Zeit destruirt wurden. Diese Altäre oder Benefizienwurden von besonders hierzu angestellten Geistlichen, Bene-fiziaten, bedient. Diese unterscheiden sich von den Kaplänendadurch, daß sie nur an bestimmten Tagen Messen zu lesenhatten, wozu ihr Benefizium sie verpflichtete, während dieKapläne für die eigentliche Seelsorge und zur Stütze desPfarrers angestellt waren. Die Benefiziaten bedienten oftmehrere Altäre, auch in verschiedenen Ortschaften, zugleich.Das älteste Benefizium ist wohl die Vikarie B. M. V.(der seligsten Jungfrau Maria,) welche später mit der St.Sebastianus= und der St. Jakobus=Vikarie unirt erscheint.Die Muttergottes=Vikarie wurde, wie S. 161 bemerkt, durchden Anrather Pastor Gerhardus von Sand im Jahre 1305gestiftet. Derselbe schenkte dazu das Gut arena. Zu diesem„Weddemhof“ gehörten zu Ende des vorigen Jahrhunderts