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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
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150Zur Herstellung des Thurmes der Glocken und derUhr, sowie zum Neubau eines Pfarrhauses wurden seit 1843verwendet 7665 Thlr. 11 Sgr. 2 Pf.Das Kirchengebäude wurde zu verschiedenen Zeiten vomBlitz beschädigt. In dem Tagebuche des Notars Hentzenfinden wir folgende Notiz: „Anno 1734 den 27. tag MonathsMaji entstunde dahier zu Anrath ein Donnerwetter, wodurchhiesiger Kirchthurm ohnvermuthet oben in der Spitze unterdem pinapfel wunderswürdiger weiße in brand gestellet undwodurch die einwohneren in unbeschreibliche forcht und schreckengesetzet worden, und dahe man zwarn durch beytragung allerdahier vorhanden gewesener milch daß fewr gern hätte dämpfenwollen, so hatte gleichwohlen Keiner dem fewr sich zu nähernund daß Uebel stöhren können, dahern dann die spitze wieeine Kertze einige Fuß abgebrannt biß man endlich dem fewrbeikommen und durch einer Handspritzen selbiges hat aus-löschen können. Der schad ist ad 300 rthlr. taxirt worden.Auch im Jahre 1780 schlug der Blitz in die Kirche ein.Darüber findet sich folgende Notiz: „1780 den 22. Juliusist der Donnerschlag eingeschlagen Nachmittag halb sechs Uhrzu Anrath in der Kirch und Thurm und Orgel und auf mehrviel Platzen in der Kirch sehr verwunderlich hin und hersehr viel Sachen zertrümmert ohne Brand und ein Kind auchhart getroffen, sehr viel schad am Orgel gethan, auch diegrößte Klock, wie man meint, gespalten, die über 400 Jahralt war.„1781 den 11. Tag August am Abend ist ein sehrschreckbar Donnerwetter gewesen mit starkem Wind, Regenund Hagel, hat viel Schad gethan.1785 am 14. Sept. ist die große Glocke gegossen wor-den. Ihre Inschrift ist nicht bekannt1840 am 12. Juli nach dem Hochamte schlug der Blitz-in den Thurm ein, an welchem die Spitze abbrannte. DieGlocken zerschmolzen. Im Jahre 1845 wurden dieselben neuresp. umgegossen. Als Pathen und Pathinnen standen beider Glockentaufe: Gottfried. Dohr, Joseph Gennings, LudwigSchmitz, Catharina Schuttwinkel, später Frau Hissen undAdelgunde Spennes.*) Die Heimath 1875, S. 23.