1. Abth. Karten, Pläne und Ansichten. ;Q
51. Plan der Festung 1764. 16'/s : 28'/s cm. Lith. aus Ritters:Zur Geschichte von Düsseldorf etc. 1855. — Bes.: P. Göring zuDüsseldorf.
52. Historischer Plan des f Herrn Obersten von Schaumburg ausseinem Werkchen: Historische Wanderung durch Düsseldorf.1867. — Bes.: P. Göring zu Düsseldorf.
53. Plan der Stadt, mit historischem Plänchen. A. Hofacker 1874. —Bes.: P. Göring zu Düsseldorf.
54. Plan der Stadt Düsseldorf 1860, Farbendruck. — Bes.: Amts-richter Strauven zu Neuss.
c. Ansichten.
(Im grossen Saale rechts und auf dem mittleren Tisch.)
Die älteste uns bekannte Abbildung eines Theiles von Düsseldorfist auf einem Siegelabdruck aus dem Jahr 1303 erhalten (sieheunter Siegel); es stellt das damalige Eathhaus (oder eine Kirche)dar, ob aber naturgetreu oder nur versinnbildlicht ist fraglich.Jedenfalls ist es nicht das Haus Ratingerstrasse Nr. 6, Gasthof zum„Schwarzen Hörn", welches früher das Eathhaus war. Das spätereRathhaus am Markt, worin jetzt die Sparkasse etc., findet man aufeinem Siegel mit der Jahreszahl 1763, auf undeutlichem Siegelbereits Anfang des 17. Jahrhunderts.
Die erste Abbildung auf Medaillen und dergl., welche eineAnsicht Düsseldorfs bietet, ist von der Lambertuspfarre ausgestelltund trägt die Jahreszahl 1639 (siehe unter Münzen etc.). Wir stehendaher etwas hinter anderen Städten zurück, die schon aus demMittelalter Abbildungen bewahrt haben.
Auch in den ältesten geographischen Werken finden wir keineAbbildungen unserer damals noch unbedeutenden Vaterstadt, z. B.schreibt Sebastian Münster, nachdem er den Namen auf der Karte(siehe Nr. 1) ziemlich richtig Deusseldorf angegeben, im III. BucheCap. ccw handelnd „von dem Herzogthumb Bergen" nichts weiterals: „Diese Landschafft fahet an bey Nid'Wesel / vn strecket sichweit de Rhein hinauff / vn wird Duschelberg die furnemste Stattdarin geacht". Ebenso bringt weder die Schedel's Chronik 1493,noch Bruin Hogenberg's Städtebuch 1575 eine Ansicht, ja sie erwähnennicht einmal Düsseldorf.
55. Die ersten uns bekannten Ansichten giebt Graminäus in seinerBeschreibung „derer Fürstlicher Güligscher etc. Hochzeit" ge-druckt Cöln 1587, und zwar 1. Abbildung des Flinger (?) Thorsund Umgebung, 2. Abbildung der Berger Pforten und Umgebung,3—6. Abbildungen von Sälen und der Capelle im Schloss, 7—8und 10. zwei Ansichten der Stadt vom Ehein aus, 9. und 12.der Schlosshof, 10. und 11. der Marktplatz. Ausgestellt der Markt-platz auf späterem Blatt. — Bes.: C. Guntrum zu Düsseldorf.