Druckschrift 
Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
Entstehung
Seite
167
Einzelbild herunterladen
 

167O, mehrte Gott, indem ich einsam klageHier, wo an Glück stets Elend gränzt,Doch deines Pilgerlebens Wonnetage,Die Liebe dir mit Myrthen gränzt!Und mögte hinter jenen Rosenhecken,Wo dich dein Götterglück berauscht,Sich neidiſch doch kein früher Tod verſtecken,Der oftmals Liebende belauscht!Ich würde Trost in deinem Glücke finden,Und leichter jedes ErdenwehlVon diesem Trost erheitert, überwinden,Dem einsam ich entgegengeh'.Sanft fiel vom Licht, in dem du wallst, ein Schim-merAuf meinen düstern Leidenspfad,Und immer froher, hoffnungsvoller immerVollbrächt ich meine Thränensaat.Geneuß, eh' sie, wie Traumgestalten fliehen,Von Christianen treu geliebt,Die Freuden, die von süßen PhantasienUmgaukelt, dir die Liebe giebt.Und will es Gott, dann end' in einer StundeMit ihr auf Rosen deinen Lauf.Und wach' in ihrem Arm, dem ersten BundeGetreu, zum bessern Leben auf.L 4

O!