119daß sie ernstere Gedanken über Leben, Tod undUnsterblichkeit in den Gemüthern der Lebendenaufregen: so sind sie gewiß nie ganz überflüßigund unnütz, wenn sie auch übrigens noch so feh-lerhaft seyn sollten. Besonders werden sie zurBeförderung der so nothwendigen Hochachtunggegen die Würde der Menschennatur, die durcheine verächtliche Behandlung der Leichnahme beisinnlichen Menschen nothwendig erstickt werdenmüßte, nie ganz unwirksam seyn.Man würde mich sehr unrecht verstehn, wennman aus diesen Betrachtungen schlösse, daß ichjedem unnützen Aufwande bei Beerdigung derTodten das Wort reden wolle. Man setze nurdem Luxus, welcher der Eitelkeit zur Seite geht,Schranken: und man wird nicht leicht befürchtendörfen, daß der Luxus, welcher die Liebe begleitet,in diesem Falle üble Folgen nach sich ziehen wird.XI.Besondere Rücksichten können vielleicht dieAbſchaffung der Erb⸗ und Familienbegräb-nisse in einzelnen Fällen nothwendig machen.Auſ-H 4
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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