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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
Entstehung
Seite
86
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86und treuen Liebe erwiedern, und sich vor allenKränkungen und Beleidigungen immer sorgfälti-ger hüten werden. Und o, wie gern, und mitwelchem ungetrübten. Vergnügen werden sie sichunserer nicht lange nach unserm Tode noch erin-nern, wenn sie auf unsern Grabhügel hinblickenund sprechen können: ich habe ihm, was ichkonnte zu Liebe, und Gottlob! nichts zu Leidegethan.Nagt bei dem Angedenken an unsre Vollende-ten die Reue, wie eine giftige Natter an unsermHerzen: so sey diese quälende, beunruhigendeEmpfindung warnend und wohlthätig für uns!O! wenn wir immer bedächten, wie bald viel-leicht der Tod diesen oder jenen von unsern Lieb-lingen von unserer Seite hinwegreissen kann, undwie der, den wir heute vielleicht noch durch Kalt-sinn und Härte zu kränken uns gereizt fühlen,morgen vielleicht schon seine Laufbahn vollendethat, und blaß, entseelt und erstarrt vor unsernAugen da liegt: wie sorgfältig würden wir nichtalle Veranlassungen zu Entzweyungen vermei-den, und alle Reizungen dazu bekämpfen, undwie sparsam würden wir die Zeit, wo wir ihnenthätige Liebe beweisen können, auskaufen undnutzen, ehe die Stunde erscheint, wo wir unsnach thätigen Erweisungen der Liebe gegen sievergeblich sehnen werden? Es ist genug, wahr-lich