77trösie, uns aus Leiden und Gefahren errette,uns mit schonender Langmuth trage, und einstin unsrer Todesstunde unser Erbarmer sey. Siefreuen sich auf den seligen Augenblick, wo unsder Tod in ihre Arme führen, und der Mitgenußihrer himmlischen Freuden dieselben, wo möglicherhöhen, und unsere wechselseitige Liebe noch eineergiebigere Freudenquelle für uns seyn wird, alssie es hienieden war. Sie thun also an ihrerSeite alles, damit das Band nicht zerreisse, wassie an uns fesselt. Müssen wir also nicht billig auchan unserer Seite alles thun, was wir zu thunvermögen, um das Band, das uns an sie fesselt,unversehrt zu erhalten? Das einzige aber, waswir in dieser Absicht thun können, ist dieses,daß wir uns oft und mit Wehmuth an sie erin-nern, und unter stetem liebevollen Andenken ansie dem Augenblicke entgegensehn, der uns aufewig mit ihnen vereinigen wird. Thun wir die-ses nicht: so erkaltet unsre Liebe zu ihnen, undwir zerreissen als Bundbrüchige das Band, dasuns mit ihnen vereint. Wir vergelten ihnen ihrebis in den Tod ausdaurende Liebe zu uns mitschändlicher Untreue, und machen uns der Freu-den
Druckschrift
Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
Seite
77
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten