48götzungen des Erdenlebens eingewiegt ward.Noch nie hat ein Sterblicher auf dem Wege dersittlichen Vollkommenheit glückliche Fortschrittegemacht, ohne ſich in der Stille der Einſamkeit inseinen guten Grundsätzen zu befestigen, in derUeberwindung seiner selbst, und seiner Lieblings-leidenschaften zu üben, und zur Erfüllung seinerhohen Pflichten zu stärken. Mit Recht sagt da-her einer von den Lieblingsdichtern unserer Na-tion: ⁸)„Ein wahrer Mensch muß fern von Menschenseyn.In diesen, für unsre Bildung und Erziehung soüberaus nothwendigen Einsamkeiten, kehre dennauch das Andenken an unsre verklärten Lieblingerecht oft in unsre Seele zurück, und unser Geistschwebe unter ihnen in jenen seligen Gefilden derUnsterblichkeit, ohne der Fesseln zu achten, wo-mit sein Körper — der träge Gefährte vonStaub — ihn immer noch zu der Erde zurückzieht.Auch ungesucht werden sich da mannigfaltige Ge-legenheiten darbieten, die Gedächtnißfeyer der-selben*) v. Kleist.
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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