27ihrem letzten Kampfe zu stärken. Der Anblickder Ruhigschlummernden weckte in meinem Herzendie Hoffnung, die ich noch nie ganz aufgegebenhatte, von neuem auf, daß sie wieder genesenwerde. Aber ach! ich Unglücklicher, wie täuschteich mich! Ihr Schlummer war nicht der stärkendeerquickende Schlummer der Genesung, sonderndas allmählige, leise Hinschlummern zur Ewig-keit. Am 23. Sept., als am 10. Tage ihrerKrankheit, fand ich des Morgens ihre Augen ein-gefallen, und ihr ganzes Wesen entſtellt. Siewollte trinken, aber sie konnte es nicht mehr. DerArzt zuckte die Achseln, und unter den bängstenEmpfindungen, die je meine Seele zerrissen, er-wartete ich mit ein paar guten Freunden ihr Ende.Um 10 Uhr erwachte sie aus dem letzten irrdischenSchlummer, um bald darauf in den Schlummerdes Todes zu versinken, aus dem sie nie wiederzum irrdischen Leben erwachen wird. Sie bat ei-nigemal flehentlich um Hülfe. Mit weinendenAugen rief ich ihr zu: o du Liebe, Gute! wollteGott, daß ich dir helfen könnte! aber ich kanndir nicht mehr helfen; halte fest an Gott! seineHülfe ist nahe. — Und während, daß ich nach derVor-
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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