181Lüpft deine Hand den keuschen Schleier,In den die Zukunft sich verhüllt:Dann athmet unser Busen freier;Denn sie, die jeden Glanz erfüllt,Erscheint im milden Glanz der JugendMit Sittſamkeit und Majeſtät,Und lächelt jedem, der der TugendGepries'nen Pfad im Stillen geht.In stillen heil'gen EinsamkeitenFührst du durch süße ZaubereiDie Wonnebilder beſſ'rer ZeitenVor unserm Geistesblick vorbei.„Der Lahme legt die Krücke nieder,Der Taube hört, der Blinde sieht,Und in der Schoͤpfung JubelliederTönt auch des Stummen Jubellied.Der Hohn der Welt ist überwunden;Der Dürftige hat Schätze gnug;Geheilt sind sie — die Herzenswunden,Die Freundestod dem Freunde schlug.M 3
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