Druckschrift 
[1] (1795)
Entstehung
Seite
138
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138Jüngling.An einenNicht immer währt die lachende Freude derJugend;Myrthen welken, duftende Rosen verblühn,Drum waffne dich, o Jüngling! mit Weisheitund Tugend,Eh' der Wange Morgenſchimmer verglühn.Vergiß es nicht, im sinnlosen Taumel desLebensGanz dich deiner Menschenbestimmung zu weihn.Es bleibe stäts das Ziel deines feurigsten Strebens,Reines Herzens hier, dort Engel zu seyn.Der Leidenschaft gebeut mit männlicherStärke.Gebeut sie dir; dann, Jüngling! ist Reue deinLohn.Sey rastlos in Vollendung göttlicher Werke:Groß und hehr ist die Vergeltung am Thron.