—50Doch warum wälzt des Kummers ThräneSich heiß auf meine Wange hin?Ach, Freund! sie naht — des Abschieds SceneSie, meiner Freuden Mörderinn.Dein Schicksal ruft. O Freund! verschiebeDoch nein! du folgst; ich bleibe hier.Dein warten Vaterland und Liebe;Doch trübe Stunden drohen mir.O wandle stäts auf Rosenwegen,Geneuß der reinſten Freude viel,Und stehe bald, mit Gottes SegenGekrönt, am heißerflehten Ziel.Dein Glück wird immer von dem meinenIm Wetter, und im Sonnenschein,So, wie das meine von dem deinenHienieden unzertrennlich seyn.O möchtest du, treu dem Getreuen,Doch bald dein süßes Mädchen sehn,Und dich mit ihr der Hoffnung freuen,Bald immer mit dir umzugehn.
Der