—19Der Lenz und die Dichter.Woher die heil'ge Gluth, die frohe Muſen-söhneDurchströmt? Was schmelzt ihr Herz in wonni-ges Gefühl?Und welche Zauberkraft lockt süße FreudentöneDort in des Eichenhayns vertrautem Schatten-kühlAus ihrer Brust herauf? — O Lenz! sind dasnicht Thaten,Die deine Gegenwart und Allgewalt verrathen?Aus Weſten wandelſt du, gekränzt mit Epheu,wiederIn deiner Jugendkraft voll Heiterkeit hervor.Dir feyert die Natur. In Philomelens LiederMiſcht ſich des Dichters Lied, und dringt zuChloens Ohr.Er singt ihr edles Herz und seine reinen Triebe.Sie horcht, und fühlt entzückt die süße Machtder Liebe.ErB 2
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